26-Jähriger schwer verletzt
Brände halten Wehr auf Trab

Gronau/Epe -

Zu mehreren Bränden musste die Feuerwehr am langen Wochenende ausrücken.

Samstag, 30.12.2017, 20:12 Uhr

Diese Gartenhütte eines leerstehenden Wohnhauses an der Ahauser Straße ging am Samstagabend in Flammen auf.
Diese Gartenhütte eines leerstehenden Wohnhauses an der Merschstraße ging am Samstagabend in Flammen auf. Foto: Klaus Wiedau

Mehrere Brände haben den Einsatzkräften der Feuerwehr am langen Wochenende Arbeit beschert. Der folgenschwerste ereignete sich in der Neujahrsnacht. Gegen Mitternacht war in einer Wohnung an der Steinstraße/Ecke Annastraße ein Weihnachtsbaum in Brand geraten. Zeugen sahen die Flammen von außen und wollten zur Hilfe kommen, da sich in der Wohnung noch der 26-jährige Bewohner und sein sieben Monate altes Kind befanden. Die Ehefrau war zum Jahreswechsel aus dem Haus gegangen. Da die Terrassentür geschlossen war, schlugen die Zeugen ein Loch in die Glasscheibe und konnten so die Tür öffnen. Der Brand griff auf die Wohnung über. Der 26-Jährige erlitt so schwere Verbrennungen, dass er im Krankenhaus stationär aufgenommen wurde. Seine Ehefrau erlitt einen Schock, das Baby blieb unverletzt. Der Sachschaden wird auf rund 10 000 Euro geschätzt. Was die Ursache für das Feuer war, steht noch nicht fest. Die Feuerwehr vermutet, dass eine Feuerwerksrakete in das Haus geflogen ist. Die Ermittlungen dauern an, so die Polizei.

Während dieser Einsatz noch lief, wurde um 0.25 Uhr in Epe ein Wohnungsbrand gemeldet. Bei Eintreffen der Feuerwehr am Drostenwoort brannte Unrat auf einem Balkon. Kurz nach 1 Uhr die nächste Alarmierung. Auf einer Rasenfläche und der Gildehauser Straße brannten größere Mengen Verpackungsmaterial von Feuerwerkskörpern. Die Feuerwehr löschte die Brände.

Der Rettungsdienst war die gesamte Nacht aufgrund der Silvesterfeiern und deren Folgen mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Alkohol und unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerk waren die Hauptgründe für verschiedene Einsätze, so die Feuerwehr.

Schon am Samstag gegen 16.30 Uhr waren die Rettungskräfte zu einem Wohnungsbrand an der Ochtruper Straße gerufen worden. In einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses war Essen auf dem Herd in Brand geraten.

Wegen eines weiteren Feuers wurden die Wehrleute nur wenigen Stunden später in Epe alarmiert: Die Gartenhütte auf dem Grundstück eines leerstehenden Wohnhauses an der Merschstraße stand beim Eintreffen der Besatzung von Feuer- und Rettungswache sowie des Löschzuges Epe lichterloh in Flammen. Nachbarn auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatten gegen 19.30 Uhr den Feuerschein bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Die Gartenhütte wurde vermutlich mittels Pyrotechnik in Brand gesetzt, teilte die Polizei am Montag mit. Den Brand der rund vier mal fünf Meter großen Hütte hatte die Wehr rasch unter Kontrolle. Zum Ablöschen von Glutnestern wurde vorsorglich die Dachkonstruktion teilweise abgebrochen. Menschen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden. Die Merschstraße und die Ahauser Straße waren während der Löscharbeiten gesperrt.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5390848?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Re-Live: Preußen Münster schlägt Würzburger Kickers knapp mit 1:0
Fußball: 3. Liga: Re-Live: Preußen Münster schlägt Würzburger Kickers knapp mit 1:0
Nachrichten-Ticker