Gronau
Polizei lässt es nicht beim Zeigefinger

Mittwoch, 12.03.2008, 10:03 Uhr

Gronau. Seit Jahren verzeichnet die Kreispolizeibehörde Borken eine anhaltend hohe Zahl von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern. Diese Unfallentwicklung setzte sich auch im letzten Jahr fort. Auffallend hierbei ist, dass ein großer Teil dieser Verkehrsunfälle durch das Fehlverhalten der Radfahrer zumindest mit verursacht wird. Verbotenes Linksfahren, Nichtbeachten der Vorfahrt, Missachten von Rotlicht sowie Fahren ohne Licht bei Dunkelheit sind nur einige wenige von gefährlichen Verkehrsverstößen.

Aber auch der technische Zustand der Fahrräder gibt teilweise Anlass zu großer Besorgnis. Im Gronauer Stadtgebiet verunglückten in vergangenen Jahr 100 Radfahrer. Dabei wurden insgesamt 18 Radfahrer schwer und 82 leicht verletzt. Das bedeutet eine Steigerung von mehr als 13 Prozent zur bereits schlechten Bilanz des Vorjahres.

Zur Steigerung der Verkehrssicherheit für Radfahrer führt die Gronauer Polizei in dieser Woche Kontrollen durch, bei denen besonders die Radfahrer im Blickpunkt stehen. Die Beamten werden es bei den Kontrollen nicht bei dem erhobenen Zeigefinger belassen. Die Erfahrung hat gelehrt, dass eine Änderung zu regelkonformem Verhalten überwiegend nur dann erreicht werden kann, wenn Verstöße konsequent geahndet werden und Verkehrsteilnehmer immer und überall damit rechnen müssen, bei Verstößen aufzufallen.

Nachfolgend einzelne Verstöße und die dafür vorgesehenen Bußgelder nach dem Bußgeldkatalog für Radfahrer:

Nichtbenutzen eines vorhandenen Radweges : 15 Euro; Radweg in falscher Richtung befahren: 15 Euro;

nebeneinander fahren, wenn dadurch andere behindert werden: 15 Euro;

mit dem Handy auf dem Rad telefonieren: 25 Euro;

Radfahren mit Kopfhörer oder Ohr-Stöpsel (wenn das Gehör beeinträchtigt wird): 10 Euro:

freihändig fahren: 5 Euro;

Rotlicht missachten in einem schweren Fall (mindestens eine Sekunde rot): 62,50 Euro;

Einbahnstraßenregelung missachten: 15 Euro;

Radfahren in einer Fußgängerzone: 10 Euro:

mangelnde Rücksicht gegenüber Fußgängern auf einem kombinierten Fuß- und Radweg: mindestens 10 Euro; defektes Licht, defekte Bremsen, defekte Klingel, fehlende, Speichenrückstrahler: jeweils 10 Euro

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