Stadt stellt Übergangsquote der Viertklässler vor
Alstätter favorisieren Gesamtschule

Ahaus -

Fast 50 Prozent der Viertklässler der Aabachschule und der Andreasschule wechseln nach Abschluss der 4. Klasse zum Schuljahr 2019/2020 auf das Gymnasium. Mit ihren Quoten liegen diese beiden Grundschulen deutlich vor allen anderen Grundschulen in Ahaus und den Ortsteilen. Das geht aus einer von der Stadtverwaltung jüngst im Schulausschuss präsentierten Statistik hervor.

Dienstag, 21.05.2019, 07:00 Uhr
Die Gerüste sind schon vor längerer Zeit abgebaut worden. Die Irena-Sendler-Gesamtschule lockt besonders viele Alstätter Viertklässler an. Im kommenden Schuljahr sind es bei 29 Mädchen und Jungen fast 50 Prozent. Foto: Markus Gehring

Von der Aabachschule wechseln zum neuen Schuljahr 48,6 Prozent der Viertklässler – in Zahlen ausgedrückt 18 – auf das Gymnasium. Von der Andreasschule sind es 47,9 Prozent (23 Schüler). Zum Vergleich: Von der Pestalozzischule wechseln 26,7 Prozent der Viertklässler aufs Gymnasium (zwölf Schüler), von der Josefschule sind es 25,4 Prozent (16 Schüler). Auch die Burgschule, die Gottfried-von-Kappenberg-Schule, die Katharinenschule und die Helene-Helming-Schule bleiben jeweils mit ihren Übergangsquoten unter 30 Prozent.

Als weitere „Auffälligkeit“ nannte Fachbereichsleiter Reinhold Benning die Übergangsquote von der Helene-Helming-Schule zur Realschule. „Sie ist mit 44,4 Prozent im Vergleich zu den anderen Grundschulen recht hoch.“

Noch einen Wert stellte Benning heraus: Von den Viertklässlern der Katharinenschule in Alstätte wechseln mit 29 Kindern fast 50 Prozent auf die Gesamtschule. Warum, dafür hatte Benning folgenden Erklärungsversuch: „Es könnte mit dem ehemaligen Hauptschulstandort zu tun haben.“ Auch die Viertklässler der Pestalozzischule wechseln vorwiegend zur Gesamtschule (40 Prozent); ebenso die jetzigen Viertklässler der Gottfried-von-Kappenberg-Schule (46,9 Prozent).

Katharinenschule

Im kommenden Schuljahr wechseln 13 Viertklässler der Katharinenschule zur Realschule, das entspricht einer Quote von 22 Prozent. Zum Gymnasium gehen 17 Mädchen und Jungen (28,8 Prozent) und zur Gesamtschule 29 Kinder (49,2 Prozent). Diese Übergangsquoten teilte die Stadtverwaltung Ahaus jetzt mit.

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Reinhold Benning erklärte, dass die Statistik für die Schulentwicklungsplanung der Stadt von Bedeutung sei. „Weil man möglicherweise Tendenzen daraus erkennt.“ Einen Grund für die Ausreißer Aabachschule und Andreasschule mit ihren verhältnismäßig vielen Gymnasiasten konnte die Stadt aber nicht nennen. „Es handelt sich um Empfehlungen der Schule und Entscheidungen der Eltern“, erklärte Stadtsprecherin Anna Reehuis. Die Verwaltung habe mit allen Schulleitern gesprochen und die jeweiligen Zahlen vorgestellt. „Sie haben es zur Kenntnis genommen.“

Oda Voerste, Rektorin der Aabachschule, nannte mehrere Gründe. „Die Kollegen leisten gute Arbeit“, sagte die Schulleiterin auf Anfrage. „Wir haben ein junges und motiviertes Kollegium und überschaubare Klassengrößen.“ Doch würden noch viele andere Faktoren eine Rolle spielen. „Zum Beispiel, wie der Schüler im Elternhaus begleitet wird.“ In einem schwierigen Umfeld sei auch das Lernen schwieriger.

Für die aktuellen Viertklässler gelte, dass es sich insgesamt um einen lernstarken Jahrgang handele. „Das sind gute Schüler.“ Wobei ein Wechsel aufs Gymnasium nicht immer der Weisheit letzter Schluss sein müsse. Voerste: „Es gilt, für jedes Kind den richtigen Weg zu finden.“

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