31 915 Besucher in diesem Jahr
53 Prozent mehr Gäste im Freibad

Alstätte/Ahaus -

Es war abzusehen, dass der sogenannte Rekordsommer mit vielen Tagen jenseits der 30-Grad-Grenze eine Vielzahl an Wasserliebhabern in die Freibäder in Alstätte und Ahaus locken würde. Nach dem Ende der Freiluftsaison hat Betriebsleiter Franz-Josef Bülter jetzt die Besucherbilanzen genannt. Dabei verzeichnet er ein sattes Besucher-Plus von 42,77 Prozent im Aquahaus sowie 53,44 Prozent im Freibad Alstätte im Vergleich zum Vorjahr.

Dienstag, 18.09.2018, 17:36 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.09.2018, 17:36 Uhr
Gute Laune herrschte nicht nur bei den vielen Besuchern des Alstätter Freibads angesichts des guten Wetters in diesem Sommer, sondern auch bei den Verantwortlichen wegen der hohen Gästezahlen. Foto: Rupert Joemann

Die Sanierung des Freibades in Stadtlohn habe sich in Ahaus nicht bemerkbar gemacht, so Bülter.

In absoluten Zahlen ausgedrückt waren es 95 948 Badegäste in Ahaus und 31 915 in Alstätte. 2017 waren es noch 67 204 beziehungsweise 20 800. Dies ist seit 2009 der beste Wert.

Getoppt wurden diese Zahlen vor 15 Jahren. „Dies war kein Rekordsommer, wenn man so will. 2003 war es wesentlich besser“, erinnert sich Bülter. An die Werte der ersten 2000er-Jahre komme in der Region niemand mehr heran. Das Freizeitverhalten der Menschen habe sich verändert. Bülter verhehlt auch nicht, dass trotz des Besucheransturms der Betrieb der beiden Bäder mit einem wirtschaftlichen Minus versehen ist: „Dieses Jahr haben wir das Defizit auf eine vertretbare Untergrenze geschraubt.“

Trotz dieses leicht wehmütigen Rückblicks fällt seine Bilanz durchweg positiv aus. Auch die Preisanpassung von 2,5 Prozent sei bei den Gästen kein Diskussionsgrund gewesen: „Bei der Einzelkarte für Nicht-Ahauser waren es zehn Cent mehr als im Vorjahr.“

Das Team der Wasseraufsicht hat keine schwerwiegenden Unfälle gemeldet, musste jedoch die Konzentration aufgrund der Besuchermassen hoch halten. Vereinzelt mussten die Schwimmmeister ins Wasser, um zu helfen. „Das ist vielleicht vier oder fünf Mal passiert. Die Situation wurde aber frühzeitig erkannt und es ist nichts geschehen“, lobt Franz-Josef Bülter.

Wie die Rettungs- und Aufsichtskräfte war auch das weitere Personal stark belastet. Dem Betriebsleiter kam der verhältnismäßig kühlere August durchaus gelegen, wie Bülter ausführt: „Die Mitarbeiter haben die Saison gut gemeistert. Ihnen seien die zwei Wochen mit weniger Andrang gerne gegönnt.“

Großer Andrang herrschte wie in der Vergangenheit von jenseits der Grenze. „Die niederländischen Gäste zahlen fast alles mit der EC-Karte“, sagt Bülter. Für sie hat der Betriebsleiter eine gute Nachricht parat. Im nächsten Jahr soll die Infrastruktur für die bargeldlose Zahlung erweitert und verbessert werden. Optimierungswürdig sei daneben auch die Parksituation – und die Beschilderung.

Der Bolzplatz an der dem Aquahaus angrenzenden Hockeyhalle ist als Parkmöglichkeit ausgewiesen, nur haben nicht alle Gäste davon Kenntnis genommen. „Vielleicht müssen wir besser darauf hinweisen“, so Bülter. Die Idee, einen Teil des westlich gelegenen Grundstücks zu pachten, hat er verworfen: „Das würde für eine relativ begrenzte Zeit zu viel Geld kosten.“

Die im Mai angekündigte Modernisierung beim Einlass mittels Smartphone ist auf das kommende Jahr verschoben worden. Dann sollen auch die restlichen hölzernen Terrassenbeläge komplett durch welche aus Kunststoff ausgetauscht sein. „Ansonsten sind neben den normalen Instandhaltungsarbeiten keine gravierenden Investitionen geplant“, sagt Bülter.

Etwaige Schäden an Fliesen werden in der Regel erst im Frühjahr erkannt und behoben, sobald das Wasser abgelassen ist.

Alfons ter Huurne, Vorsitzender des Fördervereins des Freibads, freut sich: „Die Zahlen sind Werbung für uns und ein Zeichen der guten Arbeit der vielen Helfer“, sagte ter Huurne­ angesichts der 31 915 Gäste in diesem Jahr und einer Steigerung um 53,44 Prozent.

Er freut sich auch über die gute Arbeit des Kiosk-Teams, das zum ersten Mal den Betrieb in Regie des Fördervereins abwickelte. „Der Kiosk ist sehr gut angenommen worden“, so Alfons ter Huurne.

Um das Freibad, das auch bei sehr vielen Niederländern beliebt ist, weiter attraktiv zu halten, planen die Verantwortlichen des Fördervereins schon weitere Aktivitäten. So sollen in den kommenden zwei Jahren das Pflaster vor den Umkleidekabinen erneuert und der Eingangsbereich, inklusive Radweg und Außenanlagen, umgestaltet und modernisiert werden.

Zum 50-jährigen Bestehen des Freibads im Jahr 2021 möchte der Verein ein Kinderspielplatz mit Wasserspielen in der Nähe des Planschbeckens fertigstellen.

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