Atommüll aus Jülich
Noch kein Beschluss zum Transport ins Zwischenlager Ahaus

Ahaus -

Über eine mögliche Zwischenlagerung von Atommüll in Ahaus ist nach Angaben der Bundesregierung noch keine Entscheidung gefallen. Sie dementiert damit Medienberichte.

Sonntag, 18.03.2018, 16:03 Uhr

Was soll mit den 152 Castorbehältern aus Jülich geschehen? Diese Frage ist nach Angaben der Bundesregierung weiter offen. Foto: dpa

„Es wurden bislang keine abschließenden Festlegungen getroffen“, hieß es in einer Mitteilung des Bundesministeriums für nukleare Sicherheit. Das Ministerium reagierte damit auf Medienberichte: Demnach sollen die 152 Castorbehälter aus dem Zwischenlager Jülich ab 2019 bis Ende 2020 ins rund 180 Kilometer entfernte Ahaus transportiert werden. 

Das Ministerium erklärte dazu, dass bisher drei Varianten geprüft wurden: der Neubau eines Zwischenlagers in Jülich, der Transport der Castoren in die USA oder nach Ahaus. Die letzte Variante hatte die „Aachener Zeitung“ als die wahrscheinlichste bezeichnet. Eine Kommission aus Bundes- und Landesministerien habe sich darauf geeinigt.

Es gebe allerdings große Bedenken gegen diesen Plan, hatte die Zeitung bereits eingeschränkt. Die Sicherheitsbehörden hätten erhebliche Zweifel, ob es realistisch sei, in zwei Jahren 152 Castorbehälter einzeln auf speziellen Lkw nach Ahaus zu transportieren. Die Gewerkschaft der Polizei in NRW halte das Vorhaben mit dem derzeitigen Personalstamm nicht für machbar. Vor allem weil sie mit erheblichem Widerstand gegen die Transporte rechne.

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