Rattengift
Boxerhündin Una vergiftet

Alstätte -

Diesen Jahreswechsel hatte sich Familie Löhring eigentlich anders vorgestellt: Statt gemeinsam fröhlich und unbeschwert das neue Jahr zu begrüßen, mussten sie um ihre siebenjährige Boxerhündin Una bangen. 

Freitag, 05.01.2018, 06:01 Uhr

Boxer Una ist noch nicht „übern Berg“. Die Hündin hat nach wie vor Fieber.
Boxer Una ist noch nicht „übern Berg“. Die Hündin hat nach wie vor Fieber. Foto: privat

Die hatte nämlich plötzlich hohes Fieber, lag in ihrem Körbchen, wollte weder etwas fressen noch trinken, zeigte keinerlei Interesse mehr an dem, was um sie herum vorging. „Ein außergewöhnliches Verhalten“, dachte sich Besitzer Clemens Löhrig sorgenvoll. Und tat das einzige, was in solch einer Situation angeraten ist: Er packte Una ins Auto und fuhr mit ihr zur Tierärztin.

Die Veterinärin untersuchte den Hund auf Herz und Nieren, nahm Una auch Blut ab, das ins Labor geschickt wurde. „Alle Symptome deuteten schnell darauf hin, dass unsere Una irgendetwas Giftiges gefressen haben musste“, schildert Clemens Löhring .

Ihm kam die tote Ratte in den Sinn, die er kurz zuvor auf dem Rasen seines eingezäunten Grundstückes an den Kolbestraße entdeckt hatte. „Die lag auf dem Grün, hatte alle vier Beine von sich gestreckt“, erzählt der Alstätter.

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„Es hätte auch Kinder treffen können"

Allerdings, selbst wenn Una laut Aussage der Tierärztin, an dem toten Nager geschnuppert oder herumgebissen hätte, sei die Giftdosis, die die Ratte aufgenommen haben muss, um zu verenden, nicht so hoch dosiert, dass sie auch Una hätte schaden können. „Es deutet also alles darauf hin, dass jemand Köder ausgelegt hat, die nicht nur die Ratte, sondern auch unser Hund gefressen haben muss“, schlussfolgert Clemens Löhring. Was ihn dabei besonders empört: „Unser Grundstück ist eingezäunt. Also müssen diese Giftköder über den Zaun geworfen oder ganz bewusst bei uns abgelegt worden sein.“

Derartiges Verhalten sei nicht nur der Boxerhündin zum Verhängnis geworden, „es hätte auch ohne weiteres Kinder treffen können. Regelmäßig bekommen wir aus der Verwandtschaft Besuch von kleineren Kindern, die hier im Garten spielen.“

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Anzeige gegen Unbekannt 

Clemens Löhring will diesen Umstand natürlich nicht so einfach hinnehmen: „Da kann ja wer-weiß-was passieren.“ Deshalb hat der Familienvater die tote Ratte als Beweisstück ebenso gesichert, wie er sich auch die Laborwerte von Una aushändigen lässt. Und er ist sogar noch einen Schritt weitergegangen: „Ich habe bei der Polizei in Ahaus Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Ich hoffe jetzt darauf, dass sich vielleicht Zeugen melden, die im Zeitraum um den 29. Dezember Beobachtungen bei uns an der Kolbestraße gemacht haben.“

Natürlich drückt die ganze Familie nun die Daumen, dass es ihrem Vierbeiner bald wieder besser geht. Una scheint nur eine kleine Dosis von dem Rattengift gefressen zu haben, sonst hätte sie vermutlich bis dato nicht überlebt. Allerdings sind ihre Fieberwerte nach wie vor hoch. Clemens Löhring: „Wir müssen weiter mit ihr regelmäßig zum Tierarzt. Anfang der kommenden Woche wird sie erneut untersucht.“

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