Statistik
Nur Ahaus hat 2017 mehr Arbeitslose

Ahaus -

Die Stadt Ahaus ist die einzige Kommune im Kreis Borken, in der die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende 2017 höher war als im Vorjahr. Alle anderen Städte und Gemeinden standen da von der Tendenz her besser da – obwohl Ahaus Ende Dezember im Vergleich zum Vormonat ebenfalls einen Rückgang zu verzeichnen hatte.

Freitag, 05.01.2018, 12:01 Uhr

Auf Jobsuche waren im Dezember 652 Ahauser. Das waren 24 mehr als noch ein Jahr zuvor.
Auf Jobsuche waren im Dezember 652 Ahauser. Das waren 24 mehr als noch ein Jahr zuvor. Foto: Barbara Sax/dpa

In Zahlen: Ende 2017 waren in Ahaus 652 Menschen arbeitslos gemeldet (Vorjahr: 628). Das entspricht einer Zunahme um 24 Personen oder 3,8 Prozent. Allerdings: Im Vergleich zum Vormonat November mit 665 Arbeitslosen sank auch in Ahaus deren Zahl – um 13 Personen oder 2,0 Prozent.

Entscheidend aber ist die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz-IV): Ihre Anzahl hatte vor einem Jahr mit 292 Betroffenen einen Tiefstand erreicht, um bis Ende November 2017 auf 388 hochzuschnellen und zuletzt wieder leicht auf 377 Personen zu sinken.

Diese heftigen Schwankungen erklären sich durch die bis zum Sommer vergangenen Jahres betriebene Flüchtlingsunterkunft im Fleehook, in der bis zu 300 Personen untergebracht waren, die voll auf die Zuweisungsquote in Ahaus angerechnet werden konnte. Nach Schließung dieser Unterkunft und der Zuweisung anderer Asylbewerber, die überwiegend anerkannt waren, änderte sich die Situation, denn anerkannte Asylbewerber – ob vorher mit oder ohne Arbeit – wechseln automatisch vom Asylbewerberleistungsgesetz in die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). „Daher tauchen sie nun in dieser Statistik auf“, bestätigte Fabian Wellers vom Büro der Bürgermeisterin. Ohne diese Effekte wären die Zahlen für Ahaus ebenfalls insgesamt rückläufig.

Weiterer Beleg: Bei denjenigen Ahausern, die noch nicht länger als ein Jahr ohne Arbeit gemeldet sind, sehen die Werte auch von der Tendenz her ganz anders aus: 336 Ende Dezember 2016, 277 Ende November 2017, 275 Ende Dezember 2017 – ein kontinuierlicher, wenn auch am Ende eher minimaler Rückgang.

Von der aktuellen Arbeitslosigkeit sind Männer (327) und Frauen (325) in etwa gleich stark betroffen.

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