Ergebnis der Markenbildung
„Das gute Leben“ - das Münsterland wird eine Marke

Münsterland -

Vor zwei Jahren hat sich das Münsterland auf den Weg gemacht, eine starke Marke zu werden. Was macht die Region aus, was ist ihr Kern? Sichtbar war da lange Zeit nichts. Am Mittwoch nun wurde die auf den Punkt gebrachte Qualität bei der Mitgliederversammlung der regionalen Management-Agentur Münsterland e.V. auf Gut Havichhorst bei Münster offiziell vorgestellt: in Form eines Slogans. „Das gute Leben“ lautet der – lesbar in zwei Varianten. Optisch untermalt wird dieser sogenannte Claim von ei­nem neuen Logo, der Stadt und Land symbolisiert – ei­ne Weiterentwicklung des altbekannten, bunten Barcodes.

Mittwoch, 03.07.2019, 20:03 Uhr
Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates der regionalen Managementagentur Münsterland e.V.: Dr. Kai Zwicker (r.) übernimmt das Amt von Heinrich-Georg Krumme. Foto: Arne Pöhnert

Markenbildung ist eine Investition in die Zukunft, hatte Christoph Engl von der Agentur „Brandtrust“ schon 2017 gesagt. Der Mann ist Markenmacher und hat sich als solcher auch um das Münsterland gekümmert. Der demografische Wandel nebst einhergehendem Fachkräftemangel macht es nötig, verstärkt die Aufmerksamkeit von Nicht-Münster­ländern auf die Region zu lenken, ihr Interesse zu ­wecken – oder noch besser: ihnen richtig Lust darauf zu machen.

Der Kern der Region, quasi ihre DNA, soll die Marke spiegeln. Ihre Ingredienzen spielen mit den schönen Städten und der reizvollen Landschaft, einer attestierten kultivierten Lebensart und besonderen Lebensqualität sowie den diagnostiziert selbstbestimmten Münsterländern. Das gute Leben eben – oder: das Gute leben. Wie man’s nimmt – und mag.

Emotionen auslösen

„Logo und Claim drücken aus, wie das Leben hier ist: grün und bunt, kultiviert, modern, voller Gemeinschaft und Herz. Mit einem Wort: gut“, sagte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V.

„Mit dem neuen Claim setzen wir auf Emotionen“, sagte der neue Münsterland e.V.-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Kai Zwicker . Der Landrat des Kreises Borken löste in dieser Funktion den Vor standsvorsitzenden der Sparkasse Westmünsterland, Heinrich-Georg Krumme, ab. „,Das gute Leben‘ soll in Zukunft neben dem Münsterland e.V. von möglichst vielen Institutionen, Städten, Gemeinden, Multiplikatoren und Akteuren gelebt werden“, erklärte Zwicker weiter. Damit die Region mit ihren Vorzügen von außen deutlich besser wahrgenommen werde.

Kommentar

Konzentrierte Qualität

Der demografische Wandel drückt, der Wirtschaft fehlen Fachkräfte: Die Suche nach klugen Köpfen ist längst eine Zukunftsfrage. In einer hochmobilen Gesellschaft stehen Regionen wie Unternehmen im Wettbewerb. Ist eine Firma interessant, die Gegend nicht, zieht die Zielgruppe weiter. Das trifft vor allem  ländliche Räume.

Natürlich haben die mehr zu bieten als Kiepenkerle und Klischees. Aber, wer weiß das schon? In ei­ner Marke versammeln sich auf den Punkt gebrachte Qualitäten. Nur wer die kennt, kann  damit auch wuchern.

von Elmar Ries

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