Spender dringend gesucht
DRK-Blutspendedienst: Versorgungssicherheit ist gefährdet

Münster -

Die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) können die bundesweite Versorgung mit Blutkonserven nur noch un­ter großen Mühen aufrechterhalten. Das hat der Sprecher des DRK-Blutspendedienstes West, Stephan David Küpper, auf Nachfrage bestätigt. Rund 16.000 Konserven werden pro Tag in Deutschland benötigt, knapp 75 Prozent davon kommen vom DRK. „Das solidarische Blutspendesystem wankt“, erklärte Küpper.

Freitag, 14.06.2019, 09:00 Uhr
Mangelware Blutkonserve Foto: Maja Hitij/dpa

Aufgrund des demografischen Wandels schieden jedes Jahr in Deutschland rund 100.000 Spender aus. In vielen Gebieten fehle es akut an Nachwuchs. Unsere Stammspender rekrutieren sich derzeit noch stark aus der Gruppe der sogenannten Babyboomer, erklärte Küpper weiter. „Danach kommt eine ­riesige Lücke“. Halte der Trend an, „können wir in fünf Jahren die Versorgung nicht mehr sicherstellen“, betonte der Sprecher unmittelbar vor dem Weltblutspendetag.

In NRW spenden nach Angaben des DRK gegenwärtig nur noch 290.000 Menschen regelmäßig Blut. Sie stellen zwei Drittel der landesweit benötigten Blutreserven. Mit einer bundesweiten Kam­pagne will das DRK die ­Spenderbereitschaft erhöhen.

Statistisch gesehen ist jeder Deutsche mindestens einmal im Leben auf eine Trans­fusion angewiesen. Eine synthetische Alternative zum menschlichen Blut gibt es noch nicht.

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