Deutscher Ärztetag
Ärzte klagen über hohe Belastung

Münster -

Kurz vor der Eröffnung des Deutschen Ärztetages hat der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lip­pe, Dr. Theodor Windhorst, auf die aus seiner Sicht zu hohe Arbeitsbelastung und die teilweise schlechten Ar­beitsbedingungen für Klinik­ärzte und Pflegepersonal hingewiesen. 

Mittwoch, 22.05.2019, 20:35 Uhr
Dr. Klaus Reinhardt Foto: Westfalen-Blatt?

Immer mehr Ärzte seien „akut burnout-gefährdet“, es gibt „keinen lebensphasengerechten Einsatz von Arbeitszeit“, sagte Windhorst am Dienstag in Münster. Verschärft werde diese Entwicklung durch einen Mangel an Ärzten und nicht etwa durch deren von den Kassenärztlichen Vereinigungen diagnostizierte „Fehlverteilung“.

Der Deutsche Ärztetag findet vom 28. bis 31. Mai in Münster statt. Das Thema Ar­beitsbelastung wird Schwerpunkt der Tagung sein, sagte Windhorst. Mit einem Beschlussantrag wollen die 250 Delegierten unter anderem die Einhaltung von Arbeitsschutzregeln und die Entlastung der Ärzte von Verwaltungstätigkeiten einfordern.

In Münster wählen die Ärztevertreter auch einen Nachfolger des Kammerpräsidenten Prof. Frank Ulrich Montgomery, der nicht wieder antritt. Zu den vier Kandidaten gehört auch der Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe und Vorsitzende des Hartmann-Bundes, Dr. Klaus Reinhardt, aus Bielefeld. Er warb am Dienstag dafür, das „Amt des Präsidenten nicht so sehr prä­sidial zu führen“. Der Hausarzt praktiziert noch immer, „für das Spitzenamt sei es eine gute Voraussetzung, „wenn da jemand ist, der weiß, wovon er spricht“.

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