Wildtier
Offenbar Wolf im Kreis Steinfurt gesichtet

Recke -

Am nördlichen Rand des Münsterlands ist am Samstag offenbar ein Wolf gesichtet worden. Obwohl die Sichtung noch nicht bestätigt ist, ging an die Tierhalter schon eine Warnung heraus.

Sonntag, 12.05.2019, 18:30 Uhr
Der mutmaßliche Wolf auf einem Acker in Recke. Foto: privat

Der angebliche Wolf soll in Recke am Bukweg zwischen den Ortsteilen Steinbeck und Obersteinbeck gesichtet worden sein. Offiziell bestätigt ist diese Raubtiersichtung nicht, doch von Seiten der Polizei ging eine Warnung heraus: Reckes Bezirksbeamter Reinhard Hecht appellierte an alle Tierhalter, die Tiere nachts im Stall zu lassen.

Am Samstagmorgen zwischen 5 und 6 Uhr wurde der Vierbeiner auf einem Acker gesehen. Fotos und Videos, die das Tier zeigen, machten am Wochenende die Runde. Klaus Denne von der Kreispolizeibehörde Steinfurt konnte am Sonntag auf Anfrage nicht bestätigen, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt. „Aber nachdem es in Westerkappeln einen bestätigten Fall [WN+] gibt, müssen wir natürlich damit rechnen, dass dieses Tier überall in der Gegend auftaucht“, so der Polizeivertreter. Endgültige Sicherheit könne nur ein Sachverständiger schaffen.

Auch Reckes Bezirksbeamter Reinhard Hecht versieht die Sichtung noch mit einem „kleinen Fragezeichen“, geht aber eher davon aus, dass es wirklich ein Wolf war: „Ich habe das Video gesehen. Optisch ist das für mich ein Wolf, und ich bin selbst Jäger und war 20 Jahre lang Diensthundeführer.“ Er rät allen Schafbesitzern und Pferdehaltern, ihre Tiere nachts nicht draußen zu lassen, denn der Wolf sei überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.

Verhaltenstipps bei einer Wolfsbegegnung

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  • Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Wolf in freier Wildbahn begegne? Das NRW-Umweltministerium gibt für den „äußerst unwahrscheinlichen“ Fall folgende Tipps:

    Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Wolf in freier Wildbahn begegne? Das NRW-Umweltministerium gibt für den „äußerst unwahrscheinlichen“ Fall folgende Tipps:

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!

    Das Bild zeigt „Wolfsflüsterer“ Jos de Bruin im Naturwildpark „Granat“ in Haltern-Lavesum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurück zieht.

    Foto: Patrick Pleul (dpa)
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurück ziehen.

    Foto: Bernd Thissen (dpa)
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht, zum Beispiel, indem man das Tier laut anspricht, in die Hände klatscht oder mit den Armen winkt.

    Foto: Julian Stratenschulte (dpa)
  • Da Wölfe die Nähe des Menschen mieden, sei es selbst in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, äußerst unwahrscheinlich, ein Tier zu Gesicht zu bekommen, betont das Umweltministerium.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen könne es aber vorkommen, dass die Neugier stärker sei, als die Furcht.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Jede Sichtung eines Wolfs sollte möglichst bald an das zuständige Landesumweltamt gemeldet werden – in NRW unter der Nummer 02361-3050 (werktags) bzw. 0201-714488 (außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende) oder per E-Mail wolf_nrw@lanuv.nrw.de erreichbar.

    Foto: Gunnar A. Pier
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