Geplante Erweiterung in Havixbeck
Rat lässt die Bürger über Sandstein-Museum entscheiden

Havixbeck -

Über die Zukunft des Baumberger-Sandstein-Museums können die Havixbecker Bürger am Sonntag (10. Februar 2019) selbst entscheiden. „Sollen die bisherigen Planungen zur Erweiterung des Sandstein-Museums zum Kompetenzzentrum für Naturstein und Baukultur fortgeführt und umgesetzt werden?“, lautet die Frage beim ersten Ratsbürgerentscheid in der Gemeinde.

Freitag, 08.02.2019, 10:00 Uhr
Ob das Havixbecker Sandstein-Museum wie geplant erweitert wird, entscheidet sich Sonntag im Ratsbürgerentscheid. Foto: Frank Vogel

Durch das während der Regionale 2016 entwickelte Konzept soll das in die Jahre gekommene Museum, das sich Abbau, Verarbeitung und Verbreitung des Baumberger Sandsteins widmet, fit für die Zukunft gemacht werden. Neben der Modernisierung der Dauerausstellung sind der Umbau der Sandsteinscheune in einen Veranstaltungsraum sowie ein Neubau vorgesehen, in dem künftig der Museumsshop und das Café untergebracht werden sollen. Thematisch ist eine Ausweitung auf die Themen Naturstein und Baukultur geplant.

Belastung für die Gemeindekasse?

Nur mit knapper Mehrheit sprach sich der Gemeinderat im Sommer 2018 für die Erweiterung des Museums zum Kompetenzzentrum für Naturstein und Baukultur aus. Dagegen formierte sich Widerstand in der Bürgerschaft. Kritiker der geplanten Erweiterung befürchten, dass sich Havixbeck finanziell übernimmt und die Kosten auf Dauer die Gemeindekasse so sehr belasten, dass Steuererhöhungen unausweichlich werden.

Positive Impulse für den Ort

Die Befürworter versprechen sich über die direkte Aufwertung des Sandstein-Museums hinaus auch positive Impulse für den gesamten Ort. Touristen und Tagungsteilnehmer sollen Geschäftswelt und Gastronomie beleben, vom Neubau eines Hotels ist die Rede.

Den Weg für den Ratsbürgerentscheid hatte der Rat aus eigenem Antrieb im Dezember einstimmig frei gemacht. Ein von Kritikern gestartetes Bürgerbegehren hatten die Politiker zuvor aus formalen Gründen mehrheitlich für unzulässig erklärt, fast 2500 Unterschriften wollten sie aber nicht unter den Tisch fallen lassen.

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