Germania sucht Geldgeber
Wichtigste FMO-Fluggesellschaft akut in Finanznot

Berlin/Greven -

Die Fluggesellschaft Germania steckt in akuten finanziellen Schwierigkeiten. Wie die Airline am Dienstagabend mitteilte, sucht sie einen Geldgeber. Die Nachricht dürfte vor allem am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) wie eine Bombe einschlagen.

Dienstag, 08.01.2019, 20:49 Uhr aktualisiert: 09.01.2019, 12:57 Uhr
Foto: Gunnar A. Pier

Germania ist dort der touristische Hauptcarrier; das der Flughafen im vergangenen Jahr aus der Krise fliegen konnte, war vor allem dem Germania Engagement zu verdanken.

Ursachen

Steigende Kerosinpreise, hohe Entschädigungssummen wegen extremer Verspätungen und ein zunehmender Konkurrenzdruck haben dem Unternehmen im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. „Germania prüft aktuell mehrere Optionen einer Finanzierung, um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern“, erklärte Germania-Sprecher Lars Wagner in einer Mitteilung. Beim Flugbetrieb gebe es derzeit keine Einschränkungen. „Alle Germania-Flüge finden planmäßig statt.“

Alle Ziele ab FMO

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  • Mit dem Flugzeugs Münsters ungemütlichem Wetter entkommen: Im Winter 2017 / 2018 bietet der FMO 12 Ziele an.

    Mit dem Flugzeugs Münsters ungemütlichem Wetter entkommen: Im Winter 2018 / 2019 bietet der FMO 18 Ziele an.

    Foto: FMO
  • Agadir: Marokkanischen Minztee dürfen Germania-Passagiere mit Reiseziel Marokko nun am Stand von Agadir schlürfen.

    Foto: Manuel Meyer
  • Antalya: Mindestens einmal täglich geht es mit Sun Express in die Sonne der türkischen Stadt.

    Foto: Marius Becker/dpa
  • Faro: Germania steuert die portugiesische Stadt donnerstags an.

    Foto: dpa
  • Frankfurt: Die Lufthansa fliegt viermal täglich (dreimal täglich samstags) zum Umsteigeklassiker Frankfurt.

    Foto: Boris Roessler/dpa
  • Fuerteventura: Zweimal die Woche - montags und samstags - fliegt Germania nach Fuerteventura.

    Foto: dpa
  • Madeira: Ein Mal in der Woche fliegt Germanwings seine Passagiere nun in Ronaldos schöne Heimat.

    Foto: dpa
  • Gran Canaria: Nach Gran Canaria geht es mittwochs und sonntags, auch mit Germania.

    Foto: dpa
  • Heraklion: Der Flughafen Heraklion auf Kreta wird Zwei Mal pro Woche von Germanwings angeflogen.

    Foto: dpa
  • Hurghada: Germania und Fly-Egypt fliegen jeweils einmal wöchentlich den ägyptischen Badeort Hurghada an.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Istanbul: Auch neu auf dem Flugplan steht die türkische Metropole Istanbul mit der beeindruckenden Hagia Sophia.

    Foto: Philipp Laage
  • Lanzarote: Ab dem 7.11. fliegt Germania jeden Dienstag nach Lanzarote.

    Foto: dpa
  • Malaga: Die spanische Stadt wird regelmäßig von Germania angeflogen.

    Foto: dpa
  • München: Rund 30 Mal pro Woche steuert Lufthansa München an - mit mehreren Flügen täglich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mallorca: Gleich drei Fluganbieter sind auf der Strecke in den beliebten Urlaubsort Mallora unterwegs: Germania, Niki und Eurowings. Bis auf dienstags gibt es mindestens einen Flug täglich.

    Foto: dpa
  • Salzburg: Neu auf dem Flugplan steht die österreichische Stadt Salzburg: Seit 1997 ist der historische Kern der Stadt UNESCO Weltkulturerbe.

    Foto: dpa
  • Stuttgart: AIS Airlines verbindet den FMO mit Stuttgart. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei Flüge, freitags einen.

    Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Teneriffa: Jeden Freitag fliegt Germania auf die Kanaren-Insel.

    Foto: Ina Brzoska/dpa
  • Thessaloniki: Germanwings bringt seine Passagiere jeden Freitag in die nordgriechische Stadt an der Küste.

    Foto: Anja und Andree Henschen

Wieder mehr Passagiere am FMO  

Die Airline hatte im vergangenen Jahr angekündigt, zum Sommerflugplan 2019 am FMO in Greven drei Maschinen zu stationieren . Germania fliegt derzeit vom FMO aus 20 Ziele an. Sie ist damit nach der Lufthansa die wichtigste Fluggesellschaft des FMO. Dank des Germania-Engagements, das sich vor allem im touristischen Bereich abspielt, gelang es dem Flughafen, seine Passagierzahlen im vergangenen Jahr wieder auf eine Million zu steigern. 

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Passagierzahlen am FMO. Foto: Jürgen Christ (Grafik)

Branchendienste berichteten am Dienstagabend, dass es bei der Germania längst nicht mehr um eine kurzfristige Finanzierungslücke gehe. Auch ein Verkauf der ganzen Germania-Gruppe in Teilen oder als Ganzes sei ein aktuelles Thema. Die Suche nach neuen Aktionären blieb aber bisher erfolglos. Über die Germania Beteiligungsgesellschaft ist Geschäftsführer Karsten Balke derzeit Alleineigentümer der Airline.

Zukunft und Rückblick Was Sie über den Flughafen Münster/Osnabrück wissen müssen

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