Wetter
Warnung vor Sturmböen im Münsterland

Münster -

Während der Süden Deutschlands sich mit Schneemassen herumschlägt, zieht über den Norden am Dienstag ein Sturmtief. Der Deutsche Wetterdienst hat am Dienstagmorgen eine Warnung herausgegeben - auch für das Münsterland

Dienstag, 08.01.2019, 08:13 Uhr aktualisiert: 08.01.2019, 09:59 Uhr
Am Dienstag ist im Münsterland mit stürmischen Böen zu rechnen. Foto: dpa (Symbolbild)

Sturmtief „Benjamin“ wird den Norden Deutschlands am Dienstag ordentlich durchpusten. Von der Nordsee zieht es über die südliche Ostsee nach Polen ab. Für Teile der Nordseeküste warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sogar vor einer Sturmflut. Am wichtigen Drehkreuz Amsterdam Schiphol strich die niederländische Fluggesellschaft KLM vorsorglich etwa 160 Flüge. Die Deutsche Bahn schloss zunächst auch Auswirkungen des Sturmtiefs auf den Bahnverkehr nicht aus. Reisende sollten sich vorab informieren.

Für das Münsterland hat der Deutsche Wetterdienst eine Warnung der Stufe zwei (von vier) ausgesprochen. Die amtliche Warnung vor „markantem Wetter“ gilt von Dienstagmorgen sechs Uhr bis Mittwochfrüh drei Uhr. Demnach ist der Region in Schauernähe mit bis zu 90 km/h schnellen Sturmböen zu rechnen. Dazu ziehen bei Temperaturen zwischen sechs und neun Grad von Nordwesten her Schauer über das Land hinweg. In der Nacht zum Mittwoch soll der Sturm allmählich nachlassen. Hinter den Tiefausläufern fließt dann voraussichtlich kühlere Meeresluft nach NRW. 

Weiteres Treibgut erwartet

In den Niederlanden könnte durch den erwarteten Nordweststurm am Dienstag erneut Ladung aus den Containern des Frachtschiffes „MSC Zoe“ an Land spülen. Vor allem die Strände der Wattenmeerinseln Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog müssten sich auf Weiteres Treibgut einstellen, warnten die Behörden in der Provinz Friesland.

Container über Bord – Treibgut der MSC Zoe erreicht die Küsten

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  • Freiwillige sammeln am Strand der niederländischen Insel Ameland angespülte Waren ein, die aus den über Bord gegangenen Containern der MSC Zoe stammen.

    Freiwillige sammeln am Strand der niederländischen Insel Ameland angespülte Waren ein, die aus den über Bord gegangenen Containern der MSC Zoe stammen.

    Foto: Jan Spoelstra
  • Rund 300 Container waren in der Nacht auf den 03.01.2019 über Bord gegangen.

    Foto: Jan Spoelstra
  • Auf Borkum wurden unter anderem diese Hausschuhe angespült.

    Foto: Berend Baalmann
  • Am Strand von Vlieland landeten Trümmer von Möbeln.

    Foto: Marjet Van Veelen
  • Helfer sammeln am Strand von Borken Treibgut ein.

    Foto: Havariekommando/dpa
  • Auf dem Weg vom belgischen Antwerpen nach Bremerhaven hat die MSC Zoe die Ladung verloren.

    Foto: Nlcg-Phcgn
  • Der größte Teil der über Bord gegangenen Container ist mittlerweile auf dem Meeresboden geortet worden. 220 der 281 Behälter habe man mit Sonartechnik lokalisiert, teilte das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft in der Nacht zum Montag in Den Haag mit.

    Foto: Nlcg-Phcgn
  • Bislang wurden 18 Container an Land gespült.

    Foto: Marjet Van Veelen
  • Der Tonnenleger Norden sucht vor Borkum nach Treibgut. Die Bergung der Container aus der Nordsee wird vermutlich noch Monate dauern.

    Foto: Havariekommando/dpa
  • Die Schweizer Reederei MSC hatte zugesagt, alle Kosten für Säuberung und Bergung zu übernehmen.

    Foto: Berend Baalmann

Die „MSC Zoe“ hatte in der vergangenen Woche auf dem Weg nach Bremerhaven 281 Container in der Nordsee verloren. Die meisten wurden inzwischen geortet und befinden sich auf dem Meeresboden. Die Behörden schließen aber nicht aus, dass Container, die noch nicht geortet wurden, durch die hohen Wellen beschädigt werden und aufbrechen. Bürger wurden auch aufgerufen, während des Sturmes die Säuberungsaktionen der Strände einzustellen. In Deutschland hält der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz weitere Anlandungen auf Borkum, Juist und Norderney für denkbar.

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