Vorfall im Zug von Bielefeld nach Münster
Mindestens drei Verletzte nach Reizgas-Angriff in der Eurobahn

Clarholz -

Am Donnerstagabend ereignete sich in der Eurobahn auf der Strecke von Bielefeld nach Münster ein Reizgas-Angriff. Zwei noch unbekannte Personen sollen an der Haltestelle in Clarholz das Gemisch in den Zug gesprüht haben. Drei Personen wurden verletzt, viele Fahrgäste litten unter Atembeschwerden.

Freitag, 30.11.2018, 06:56 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 12:09 Uhr
In einem Zug der Eurobahn soll es am Donnerstagabend zu einer Reizgas-Attacke gekommen sein. Foto: Klaus Meyer

Gegen 17.50 Uhr ist es an der Haltestelle Clarholz im Zug der RB 67 zu einer Reizgas-Attacke gekommen. Nach Zeugenaussagen sprühten zwei noch unbekannte Personen das Gemisch kurz vor der Abfahrt der Bahn Richtung Beelen und Warendorf in den Zug und flüchteten daraufhin.

Ermittlungen der Bundespolizei laufen

"Ich saß in einem Vierersitz, habe Musik gehört und aufs Handy geguckt. Plötzlich habe ich kaum noch Luft bekommen. Das Atmen fiel total schwer. Es war wie, als wenn man ganz viele kleine Nadeln einatmet", berichtet ein Fahrgast der Eurobahn unserer Zeitung und erzählt weiter: "Wir wollten alle schnell aus dem Zug. Doch die Türen gingen nicht mehr auf und die Eurobahn ist direkt weitergefahren. Erst später habe ich von anderen Passagieren erfahren, dass jemand etwas versprüht hat."

Die Fahrgäste hätten sich schnell in ein anderes Abteil des Zuges begeben, die meisten Passagiere litten aber unter starken Hustenanfällen, viele konnten nur noch schwer atmen. Wie die Bundespolizei in Münster berichtet, seien mindestens drei Personen bei dem Angriff verletzt worden. "Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen", hieß es auf Anfrage unserer Zeitung. Videoaufnahmen aus dem Zug würden noch ausgewertet.

Weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Bundespolizei in Münster zu melden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6223825?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F
463 neue Plätze in Kitas und Tagespflege - weiterer Ausbau nötig
Bei der Betreuung der unter dreijährigen Kinder muss die Stadt die Betreuungsquote weiter nach oben schrauben.
Nachrichten-Ticker