Warnung von Anti-Atom-Initiativen
Atommüll in Ahaus: Hohes ­Sicherheitsrisiko bei Transport und Lagerung

Düsseldorf/Ahaus -

In den bundesweit 16 Zwischenlagern für Atommüll sind mehr als 1000 Castor-Behälter mit hoch radioaktiven Abfällen untergebracht. Doch obwohl für viele Behälter und Standorte ein Ende der Genehmigung abzusehen ist, verdrängten Bund und Land die Notwendigkeit, ein rechtssicheres und zukunftsfähiges Konzept für die Zwischenlagerung vorzulegen, kritisierte am Dienstag in Düsseldorf ein bundesweites Bündnis von 70 Anti-Atom-Initiativen.

Dienstag, 06.11.2018, 20:18 Uhr aktualisiert: 06.11.2018, 20:37 Uhr
(Symbolbild) Foto: dpa

 „Wir brauchen eine Planung, die den Anforderungen über viele Jahrzehnte gerecht wird“, forderte der Sprecher der „Atommüllkonferenz“, Henning Garbers . In einem Positionspapier beschreibt das Bündnis Schwachstellen der Zwischenlager und Ansprüche an ein Konzept. Das müsse berücksichtigen, dass Brennelemente nach 40 Jahren in neue Castoren um­gehoben werden müssen. Dafür gebe es keine Einrichtung.

Zwei zentrale Forderungen betreffen das Zwischenlager in Ahaus: Dort dürften auf keinen Fall die Brenn­elemente mit atomwaffen­fähigem Uran aus dem ­bayerischen Forschungsreaktor Garching eingelagert werden, bekräftigte Felix Ruwe, Sprecher der Bürgerinitiative „Kein Atommüll für Ahaus“. Transport und Lagerung seien ein zu hohes ­Sicherheitsrisiko.

Ebenso lehnt das Bündnis Pläne ab, Brennelemente des Jülicher Forschungsreaktors nach Ahaus zu bringen. In Jülich könne wie in Darmstadt binnen vier Jahren ein erd­ bebensicheres Zwischenlager gebaut werden.

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