Wohnhaus und Lagerhalle standen in Flammen
Großbrand in Ibbenbürens Innenstadt gelöscht

Ibbenbüren -

Der Brand in einem Gebäudekomplex in der Innenstadt von Ibbenbüren im Tecklenburger Land ist gelöscht. Die Feuerwehr sei am frühen Samstagmorgen jedoch noch immer zur so genannten Brandwache vor Ort, sagte ein Polizeisprecher. Hohe Flammen schlugen am Freitagabend aus einem Wohn- und Geschäftshaus. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Verletzt wurde niemand.

Samstag, 17.03.2018, 12:03 Uhr

Ein Großbrand in der Innenstadt von Ibbenbüren hält Feuerwehr in Atem. Foto: Henning Meyer-Veer

Das Wichtigste vorab: Die Bewohner des brennenden und des daneben liegenden Wohnhauses konnten sich vor den Flammen in Sicherheit bringen oder wurden rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Sie werden aber so schnell nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können, denn beide Häuser sind bis auf Weiteres unbewohnbar.

Der zwischenzeitlich zwischen Rheine und Osnabrück eingestellte Bahnbetrieb wurde gegen 03.00 Uhr morgens wieder aufgenommen, wie ein Bahnsprecher sagte.

15 Personen, so Ordnungsamtsleiterin Andrea Seidel vor Ort, hätten in den beiden Gebäuden gewohnt. Sie wurden zunächst im Krankenhaus untergebracht. Einige von ihnen, so sagte ein sichtlich betroffener Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer auf der Pressekonferenz, konnten bei Freunden und Verwandten unterkommen. Für die anderen werde der städtische Wohnraum soweit hergerichtet, dass sie dort bleiben könnten. Er sei froh, so Schrameyer, dass niemand verletzt wurde.

Großbrand in Ibbenbürens Innenstadt

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Für die Feuerwehr gestaltete sich die Einsatzlage schwierig, denn in den Geschäftsräumen des Brandhauses lagerten unter anderem Elektronik- und Haushaltsartikel – ein gefundenes Fressen für die Flammen. Außerdem erschwerte der starke Wind den Einsatz, denn er fachte das Feuer immer wieder an. Innerhalb kurzer Zeit brannte das Gebäude lichterloh.

Die Ibbenbürener Feuerwehr, die mit allen vier Löschzügen im Einsatz war, alarmierte auch die Drehleiter aus Rheine und den Gelenkmast aus Lengerich nach, um den Brand von mehreren Seiten bekämpfen zu können. Auch die Feuerwehr Mettingen unterstützte die Ibbenbürener Kräfte. Insgesamt waren 126 Feuerwehrleute im Einsatz, davon 96 aus Ibbenbüren.

Großes Augenmerk lag bei der Löscharbeit darauf, ein Übergreifen auf das zweite, direkt angrenzende Gebäude zu verhindern. Vergeblich – gegen 20 Uhr hatten sich die Flammen in den Dachstuhl gefressen. Von dort war es ein kurzer Weg in den Dachstuhl des zweiten Wohnhauses, sodass auch dieses Gebäude – abgesehen vom Rauch – Schaden nahm. Die Bewohner der beiden Häuser bangten um ihr Hab und Gut. Nach Aussage von Ordnungsamtsleiterin Andrea Seidel haben sie „nichts mehr“.

Auch die Bahnstrecke Rheine - Osnabrück wurde während der Löscharbeiten gesperrt, um die Einsatzkräfte, die sich mit der Drehleiter sehr nahe an den Oberleitungen befanden, nicht zu gefährden. Im weiteren Einsatzverlauf musste sogar noch der Winterdienst der Stadt ausrücken, um die Straße am Einsatzort abzustreuen, damit die Kräfte nicht auch noch Probleme mit gefrierendem Wasser bekommen. Schnell hatten sich auch viele Schaulustige eingefunden. Auf der Straße An der Reichsbahn geriet dadurch teilweise der Verkehr ins Stocken.

Zur Brandursache könne man noch keine Angaben machen, so Reiner Schöttler, Pressesprecher der Polizei Steinfurt. Die Brandstelle wurde beschlagnahmt. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Morgen. Laut Polizei brach das Feuer nach derzeitigem Kenntnisstand im hinteren Teil des Gebäudekomplexes aus und griff dann auf den vorderen Teil über.

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