Klinik in Enschede streicht 168 Stellen
MST weiter strikt auf Sparkurs

Enschede -

Das Klinikum Medisch Spectrum Twente (MST) in Enschede baut in diesem Jahr weitere 168 Vollzeitstellen ab. Die Personalmaßnahme ist Teil eines bereits eher angekündigten Reorganisationsprozesses, um das Haus wieder auf eine finanzielle gesunde Basis zu stellen.

Freitag, 09.02.2018, 09:02 Uhr

Blick ins Innere des Enscheder Klinikums MST: Auch für dieses Jahr hat sich das Haus engagierte Sparziele gesetzt. 168 Vollzeitstellen sollen dafür abgebaut werden.
Blick ins Innere des Enscheder Klinikums MST: Auch für dieses Jahr hat sich das Haus engagierte Sparziele gesetzt. 168 Vollzeitstellen sollen dafür abgebaut werden. Foto: Klaus Wiedau

Für den größten Teil der jetzt betroffenen Mitarbeiter wird sich der Stellenabbau auf sozialverträgliche Weise vollziehen. Das betonte der Verwaltungsrat, der in dieser Woche die Belegschaft der Einrichtung über den weiteren Ablauf der laufenden Reorganisationsmaßnahme informierte. Das Programm wurde bereits 2016 angekündigt, kurz nachdem das neue Klinikum eröffnet worden war. Das MST wies 2016 – als Folge des rund 290 Millionen teuren Neubauprojektes – einen Verlust von 17 Millionen Euro aus. Durch gezielte Maßnahmen konnte der Verlust im Laufe des Jahres 2017 auf drei Millionen (bei einem Umsatz von 420 Millionen Euro) reduziert werden.

„Das ist eine ganz besondere Leistung, die nur möglich war, weil wir sehr hart an uns gearbeitet haben“, so Verwaltungsratsvorsitzender Bas Leerink. Die Zahl der Vollzeitstellen des Klinikums wurden 2017 um acht Prozent (155 Stellen) reduziert. Zum größten Teil ging es dabei um Zeitverträge, die nicht verlängert worden seien, zudem wurden auch 44 Mitarbeiter versetzt – von denen am Ende zehn entlassen werden mussten. Für diese Mitarbeiter sei ein Sozialplan erstellt worden.

Angesichts der Entwicklungen im Jahre 2017 weiß der Aufsichtsrat aber auch, dass es 2018 deutlich schwieriger werden wird, den von Kündigung betroffenen Mitarbeitern eine neue Perspektive zu geben.

Für das Jahr 2018 ist geplant, dass das MST erneut acht Millionen einspart. Gelingt das, könnte das Haus Endes des Jahres wieder schwarze Zahlen schreiben, so das Unternehmen. Für 2019 ist schließlich ein weiteres Einsparvolumen von neun Millionen Euro vorgesehen. Danach sei das Krankenhaus finanziell wieder gesund, sagt Rinus van Riel. Er ist temporär am MST beschäftigt, gilt als Experte dafür, Kliniken wieder auf einen finanziell stabilen Kurs zu bringen. Im September soll es beim MST in Enschede soweit sein – dann wird van Riel das Haus wieder verlassen.

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