Schon 125.000 Euro gesammelt
Fünfjähriger spendet sein Taschengeld für krebskranke Alina

Münster -

Stolze 125.000 Euro in nur zehn Tagen: Nach dem Spendenaufruf unserer Zeitung wird die krebskranke Alina Kalabukhova aus Russland mit Spendengeldern unserer Leser geradezu überschüttet. Unter den Spendern ist auch der fünfjährige Hannes, der sein Taschengeld überwiesen hat.

Dienstag, 06.02.2018, 08:25 Uhr
Über 125.000 Euro  haben die Leser unserer Zeitung für die krebskranke Alina bereits gespendet. Foto: Wilfried Gerharz

Die krebskranke Alina Kalabukhova aus Russland wird mit Spendengeldern unserer Leser geradezu überschüttet. Zehn Tage nach einem Bericht in unserer Zeitung über das Mädchen mit einer Leukämie sind bereits über 125.000 Euro auf dem Spendenkonto angekommen. Das hat Simon Schlattmann , Geschäftsführer des Familienhauses an der Uniklinik Münster, am Montag berichtet. Gespendet haben zum größten Teil Privatleute. Einer von ihnen: Der fünfjährige Hannes, der 9,87 Euro überwiesen hat – mit dem Hinweis: „Gute Besserung, Alina, du schaffst das.“

Ein privater Spender hat 4000 Euro überwiesen, 16 weitere Menschen haben je 1000 Euro gespendet. Einen großen Beitrag leistete auch eine Stiftung, die ebenfalls 1000 Euro überwiesen hat.

Bei Alina war nach einer Leukämiebehandlung vor drei Jahren in Münster bei einer Routinekontrolle erneut Krebs festgestellt worden. Die erwarteten Kosten der Behandlung von 280.000 Euro sind nur zum Teil gedeckt, die Familie hat ihr gesamtes Vermögen bereits für die erste Behandlung ihrer Tochter ausgegeben.

Starke Nebenwirkungen der Chemotherapie

Der Vater ist erleichtert und dankbar, dass die Menschen in der Region so schnell so viel Geld gespendet haben. Getrübt wird das durch die starken Nebenwirkungen der Chemotherapie, die seine Tochter gerade ertragen muss.

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Sollte Alina keine Knochenmarktransplantation brauchen, wären damit die Behandlungskosten allein durch Spenden unserer Leser vollständig gedeckt. Die Ärztin des Mädchens hatte die Notwendigkeit einer solchen rund 160.000 Euro teuren Therapie vor zehn Tagen mit „fifty fifty“ bezeichnet.

Garantiebrief bereitet "Kopfschmerzen"

Zwei russische Stiftungen haben zwar angekündigt, 155.000 Euro sammeln zu wollen, doch Schlattmann ist sich „unsicher“, ob sie ihr Versprechen halten können. Der Garantiebrief einer Stiftung über 95.000 Euro bereite ihm „totale Kopfschmerzen“.

Zum Thema

Das Spendenkonto des Vereins „Familienhaus am UKM e.V.“: Sparkasse Münsterland-Ost, Iban: DE02 4005 0150 0000 5927 90, Stichwort: Alina Kalabukhova. Spenden sind steuerlich absetzbar.

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