Debatte nach Wolfssichtung in Sendenhorst
„Wir wollen vorbereitet sein“

Sendenhorst -

Das mögliche Auftauchen eines Wolfs in einem Feld- und Waldgebiet zwischen Albersloh und Sendenhorst hat die Debatte über den Umgang mit Wölfen neu belebt. Zugleich trat das NRW-Umweltministerium Gerüchten entgegen, wonach die Tiere als Überträger der hoch ansteckenden Afrikanischen Schweinepest in Betracht kämen. 

Freitag, 26.01.2018, 17:26 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 26.01.2018, 17:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 26.01.2018, 17:26 Uhr
Ein Wolf?

Die in NRW zu findenden Tiere kämen aus Niedersachsen und nicht den Ausbruchgebieten in Polen oder Tschechien, sagte der stellvertretende Sprecher des Ministeriums, Peter Schütz . Die Wahrscheinlichkeit, dass ein von dort kommender Wolf im Fell den Erreger bis hierher trage und dann Hausschweine oder Wildschweine anstecke, sei „mathematisch annähernd Null“.

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Gezieltes Vorgehen gegen Wölfe gefordert

Fachleute und Landwirte fordern dennoch ein gezieltes Vorgehen gegen Wölfe. So hat ein Landwirt aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg unlängst den Abschuss eines ganzen Rudels beantragt. Er wird vom dortigen Landesbauernverband unterstützt. In den östlichen Ländern Brandenburg und Sachsen wurden zuletzt häufiger Wölfe gesichtet – viele Landwirte verweisen deshalb dort auf die Gefahr für ihre Tierbestände.

Die Ausbreitung des Raubtiers im Blick

Auch der westfälische Bauernpräsident Johannes Röring hatte vor einem halben Jahr die Bejagung der Tiere verlangt. „Die Beute – darunter auch Schafe und Rinder – ist den Attacken des anpassungs- und lernfreudigen Räubers trotz gut gemeinter Schutzvorrichtungen faktisch ausgeliefert“, sagte Röring. Man wolle auf eine Ausbreitung von Wölfen vorbereitet sein. Bei dem im Kreis Warendorf entdeckten Tier soll es sich nach Angaben des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz eindeutig um einen Wolf handeln.

Gutachten zum Wolf in Westfalen vorgestellt

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  • 01 Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Clemens Freiherr von Oer (Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Allwetterzoo friedliche Besuchermagneten: Timberwölfe.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dr. Matthias Quas (WLV-Vertreter im Landesjagdbeirat NRW), Laura Jacobs (WLV-Pressestelle), Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel (Diplom-Biologe, Professor für Zoologie an der FU Berlin), Johannes Röring (Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands), Clemens Freiherr von Oer (Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe) und Jürgen Reh (Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Verbandes der Jagdg...) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel (Diplom-Biologe, Professor für Zoologie an der FU Berlin), Johannes Röring (Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands), Clemens Freiherr von Oer (Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

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  • Johannes Röring (Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

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  • Clemens Freiherr von Oer (Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel (Diplom-Biologe, Professor für Zoologie an der FU Berlin) bei der Vorstellung des Wolf-Gutachtens am 8. August 2017 on der WLV-Geschäftsstelle in Münster.

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  • Im Allwetterzoo friedliche Besuchermagneten: Timberwölfe.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Allwetterzoo friedliche Besuchermagneten: Timberwölfe.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Allwetterzoo friedliche Besuchermagneten: Timberwölfe.

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