Blindgänger
Bombe entschärft - Evakuierung beendet

Dülmen -

(Aktualisiert 6.50 Uhr) Aufatmen kurz nach Mitternacht: Am Freitag um 0.40 Uhr konnten die Bewohner des Evakuierungskreises um die Fliegerbombe am Kapellenweg in Dülmen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Zuvor hatte der Kampfmittelräumdienst die Weltkriegsbombe ohne größere Zwischenfälle entschärft.

Freitag, 12.01.2018, 07:01 Uhr

Blindgänger: Bombe entschärft - Evakuierung beendet
Das Bild zeigt Horst Schöwe vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg mit der entschärften Fliegerbombe. Foto: Polizei Coesfeld

Die besondere Herausforderung während der Evakuierung war, die Evakuierung von zwei Seniorenheimen mit teilweise bettlägerigen Patienten. Die Bewohner insgesamt zeigten sich einsichtig und räumten zügig ihre Wohnungen. Eine Familie aus Dülmen bot der Polizei sogar Schlafplätze für Evakuierte an, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Diese mussten jedoch nicht in Anspruch genommen werden.

Ganz in der Nähe der Stelle, an der in Dülmen bereits im vergangenen November eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden musste, war am Donnerstag erneut ein Blindgänger entdeckt worden. 600 Anwohner rund um die Halterner Straße und den Kapellenweg hatten ihre Wohnungen räumen müssen.

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250-Meter-Umkreis evakuiert

Kanalarbeiter hatten die britische Fünf-Zentner-Bombe an der Ecke Kapellenweg/An der Silberwiese entdeckt. Da sie sich nach Angaben von Polizei und Stadtverwaltung dicht unter der Erdoberfläche befand, musste sie noch in der Nacht entschärft werden.

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Die Stelle, an der die Bombe lag, war nicht auf Luftaufnahmen zu erkennen. Der Blindgänger wurde überraschend bei Arbeiten entdeckt. Foto: Markus Michalak

Die Anwohner mussten dafür die Gebäude in einem Umkreis von 250 Metern verlassen, darunter allein 250 Menschen aus den Seniorenheimen "Heilig-Geist-Stift" und "Haus am Park". Sie wurden in Bussen zum Clemens-Brentano-Gymnasium gefahren. Dort befindet sich ein Aufenthaltsraum für alle, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können. 

In einem Umkreis von 250 Metern rund um den Fundort mussten 600 Menschen ihre Häuser verlassen.

In einem Umkreis von 250 Metern rund um den Fundort mussten 600 Menschen ihre Häuser verlassen. Foto: Polizei Coesfeld

Betroffen waren die Häuser und Wohnungen folgender Straßen(-teile).

- Kapellenweg
- Hüttenweg
- Hüttendyk
- Halterner Straße
- Vollenstraße
- Teutenrod
- An der Silberwiese
- Mühlenweg
- Am Hofgarten
- Vor dem Burgtor
- Am Schlossgarten
- Riedweg

Gesperrt wurde auch die Halterner Straße.

Erst am 13. November war eine Fünfzentner-Bombe auf dem Betriebsgelände von Trützschler entschärft worden. Es war die aufwendigste Evakuierungsmaßnahme Dülmens nach dem Zweiten Weltkrieg.  

Das Problem dieses Mal: Es gab keine Vorwarnung wie beim letzten Mal, denn die Bombe fand sich nicht auf zuvor gemachten Luftaufnahmen, sondern war überraschend bei Kanalarbeiten aufgetaucht. „Wir haben einfach den Radius vom letzten Mal wieder genommen, und den Sperrbereich etwas nach Süden verlagert“, erklärte Polizeisprecher Rolf Werenbeck-Ueding.

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