Autofahrer stehen zur Heimat
„AH“, „TE“, „LH“ und Co.: Interesse an Altkennzeichen ist groß

Münsterland -

Wenn es um die Bewahrung des Alten geht, können Münsterländer ganz schön fortschrittlich sein: Seit die einst abgeschafften Auto-Kennzeichen nordrhein-westfälischer Altkreise wieder eingeführt werden dürfen, sind sie besonders in der hiesigen Region ein großer Erfolg.

Donnerstag, 28.12.2017, 06:12 Uhr

 Statt "ST" (Kreis Steinfurt) lieber "BF" für Burgsteinfurt oder "TE" für Tecklenburg? Seit fünf Jahren ist das in NRW erlaubt.
  Statt "ST" (Kreis Steinfurt) lieber "BF" für Burgsteinfurt oder "TE" für Tecklenburg? Seit fünf Jahren ist das in NRW erlaubt. Foto: Erhard Kurlemann

Insgesamt sind in NRW rund 630.000 Autos mit einem so genannten „Altkennzeichen“ unterwegs. Das geht aus einer Statistik der Landesregierung hervor. „Seit 2012 kann das Land beim Bundesverkehrsministerium die Wiederzuteilung von Altkennzeichen beantragen, wenn die Kreise und kreisfreien Städte dies für ihren Verwaltungsbezirk beschließen“, erklärt die Staatskanzlei. Von den 28 Kreisen und kreisfreien Städten mit 40 Altkennzeichen hätten sich 21 für und sieben gegen die Wiedereinführung entschieden.

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Der Kreis Borken ist der Spitzenreiter

Spitzenreiter ist der Kreis Borken, wo zum Stichtag 30. November 72 887 Fahrzeuge statt „BOR“ eines der wiedereingeführten Kennzeichen zierte: 40 609 mal gibt es „AH“ für Ahaus, 32 278 „BOH“ für Bocholt.

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Auch in den anderen Münsterlandkreisen ist das Interesse groß. So gibt es 39 897 mal „ TE “ für Tecklenburg, 22 225 mal das Lüdinghauser „LH“ und 19 632 mal „BF“ für Burgsteinfurt.

Die Altkennzeichen sind Ausdruck von Heimatverbundenheit.

Hendrik Wüst

„Die Altkennzeichen sind Ausdruck von Heimatverbundenheit“, kommentierte Verkehrsminister Hendrik Wüst, der bei der Einführung vor fünf Jahren freilich noch gar nicht im Amt war. „Es ist schön, dass die Kennzeichen gut angenommen werden. Es zeigt, dass sich die Menschen stark mit ihrer Heimat identifizieren.“

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