Neue Lokführer, weniger Kranke
Die Eurobahn will wieder nach Plan fahren

Nach Zugstreichungen wegen zu vieler erkrankter Lokführer kann die Eurobahn in Westfalen ab kommender Woche wieder nach Plan fahren. Das sagte eine Sprecherin des Bahnunternehmens am Freitag zu. In den vergangenen zwei Wochen waren einzelne Verbindungen von Münster, Rahden und Hamm nach Bielefeld sowie zwischen Paderborn und Münster ausgefallen.

Freitag, 06.01.2017, 11:28 Uhr

Die Eurobahn bedient im Münsterland die Strecken Hamm-Münster, Bielefeld-Warendorf und Münster-Dortmund. Foto: Klaus Meyer

Der Krankenstand sei nicht mehr so drastisch hoch wie noch zuvor. Außerdem rechnet die Eurobahn mit mindestens 20 Triebfahrzeugführern, die bis Mai an Bord gehen und weitere Entlastung bringen sollen. Außerdem liefen ständige Bemühungen, neues Personal und zusätzliche Auszubildende zu rekrutieren, sagte die Sprecherin der Eurobahn-Muttergesellschaft Keolis , die zur französischen Staatsbahn SNCF gehört.

Nach eigenen Angaben hatte die Privatbahn seit Oktober mit Krankenständen zu kämpfen, die in der Spitze das dreifache der durchschnittlichen Krankenquote betragen hatten. Weil deswegen immer wieder Züge ausgefallen oder verspätet waren, steht die Eurobahn in der Kritik der regionalen Verkehrsverbünde.

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Kritik: Weil es der Eu­­robahn wieder an Zugführern mangelt, knirscht es im Netz des privaten Anbieters. Aber ein Weiter-so wie bisher soll es nun nicht mehr geben.

Kommunikation: „Wir wissen, dass es manchmal nicht so klappt mit der Kommunikation“, gestand die Eurobahn im Oktober nach heftiger Kritik.

Drohung: Die auftraggebenden Zweckverbände in Westfalen-Lippe haben die Nase voll von den Problemen der Eurobahn und schlugen im Dezember eine härtere Gangart ein.

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Im Münsterland verbindet die Eurobahn Münster mit Hamm und Hamm mit Bielefeld ; dabei rollt sie durch den Kreis Warendorf. Zudem dieselt sie von Bielefeld nach Warendorf – auch auf dieser Strecke gab es regelmäßig Probleme.

Zum Thema: Eurobahn

Die Eurobahn ist ein Tochterunternehmen des französischen Keolis-Konzerns, der wiederum zur Staatsbahn SNCF gehört. Seit 1999 ist Keolis unter dem Namen Eurobahn in Deutschland aktiv und betreibt drei Netze in Nordrhein-Westfalen und Nordhessen. Nach eigenen Angaben hat sich das Unternehmen in dieser Zeit zum größten privaten Anbieter im öffent­lichen Schienenpersonennahverkehr in NRW entwickelt. Zum Unternehmen gehören mehr als 300 Zugführer und Zugbegleiter. Das Unternehmen befördert täglich 70.000 Reisende. Die Leitung des operativen Geschäfts erfolgt an den Standorten in Bielefeld, Hamm und Düsseldorf. Wiederholt ist die Eurobahn in die Kritik ge­raten. Immer wieder fällt sie durch Verspätungen und Zugausfälle auf. Das Unternehmen hat bereits mehrfach Personalprobleme eingeräumt. (er)

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