In einem Werbevideo wirbt die CDU in Ahaus mit einer Kuh
Muhen und Murren

Ahaus -

Die Christdemokraten in der Rinderhochburg Ahaus ziehen mit einer Kuh in den Kommunalwahlkampf. Das massige Vieh mit Namen „Patrizia“ ist die Attraktion eines Werbefilmes in der Stadt, die auch eine Hochburg der CDU ist. Das – immerhin noch gehörnte – Tier erntet im Internet Hohn und Spott, aber auch Anerkennung: Von „super“ bis „peinlich“ gehen die Kommentare.

Samstag, 10.05.2014, 12:05 Uhr

In dem kleinen Filmchen wird die braungefleckte Kuh mit den Worten vorgestellt: „Sie ist stark – wie die CDU .“ Vor einer Sparkasse bremst der beeindruckende Koloss zwei Bankräuber aus, was mit den Worten kommentiert wird: „Sie gibt Sicherheit“. Dazu klopft Rathaus-Fraktionschef Thomas Vortkamp – ein Kriminalbeamter – der Kuh aufs Horn und sagt: „Danke, CDU.“ Schließlich streichelt eine Frau den Kopf der Kuh: „Sie ist Leben – wie die CDU“.

Der Macher des Streifens, Christian Terschluse („ CT Film“), wollte sich am Freitag nicht äußern, denn der Film sei nun Eigentum der CDU. Die CDU in Ahaus war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Laut Medienberichten sagte Vortkamp: „Wir sind bodenständig. Die Kuh ist ein Symbol, das auszudrücken.“ Bei der letzten Wahl des Gemeinderats hat die CDU in Ahaus fast die absolute Mehrheit geschafft: 49,7 Prozent.

Der Film mit der „CD-Kuh“ ist nicht der erste Aufreger im Wahlkampf der Union in NRW. Kürzlich machte am Niederrhein ein türkisch-stämmiger CDU-Stadtrats-Kandidat von sich reden: Er hatte Werbetaschen verteilt, auf denen das für „Christlich“ stehende „C“ im Parteilogo einen Halbmond mit Stern umschloss, wie auf der türkischen Nationalflagge.

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