Routenplan zeigt die Standorte
Ziegen in allen Variationen

Münster-Wolbeck -

In der „Ziegen-Überfall“- Aktion des Wolbecker Gewerbevereins gab es am Freitag einen weiteren Fortschritt: Der Routenplan ist endlich greifbar.

Dienstag, 30.07.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 19:04 Uhr
Der Routenplan zum „Ziegenüberfall“ ist da und führt auch zu einer Holz-Hippe mit „Bock auf Bücher“. Der „Ziegenüberfall“ ist eine Aktion des Wolbecker Gewerbevereins. Foto: anh

Die „Ziegen-Überfall“-Aktion des Wolbecker Gewerbevereins machte am Freitag einen weiteren Fortschritt: Der Routenplan ist endlich greifbar. Er zeigt auf einer Karte die Standorte der vielen verschiedenen Ziegen-Kreationen. Sie reichen von der Hiltruper Straße im Süden bis weit die Münsterstraße hinauf, vom Brandhoveweg im Westen bis zu Piepenbach und Herrenstraße im Osten. „Ziegenüberfall. Bock auf Wolbeck“ ist eine Aktion der Gewerbetreibenden, Vereine, Nachbarschaften und Institutionen in Wolbeck auf Initiative des Gewerbevereins Wolbeck.

Einstellen muss sich der Wanderer darauf, dass er zwar auf viele frische Ideen trifft, aber nicht auf frische Ziegenmilch von lebendigen Ziegen. Und darauf, dass manche Ziege oder Ziegen-Paare noch nicht fertig sind und somit an ihrem eingezeichneten Standort kein Hornträger auf Neugierige wartet. So trabt zum Beispiel die Kreation des vermeintlich sportlichen Vereins noch hinterdrein. Oder wird noch genutzt zum Liefern von proteinreicher Milch oder auch Wolle?

Daher müssen auch die Ziegenkundler der KG ZiBoMo noch mit den Hufen scharren. Sie haben sich bekanntlich 1959 dem Erbe und der Tradition des Ziegenbarons Alfred von Renesse verpflichtet, geboren in Amelsbüren auf Gut Haus Kannen.

Bekräftigt hat die ZiBoMo dies am 15. Mai 2011: Sie erhielt die Original-Fahne des 1900 gegründeten „Vereins der Ehrenmitglieder zur die Tradition Hebung der Ziegenzucht“. Gleich zwei Großneffen des Ziegenbarons hatten sie der ZiBoMo überreicht, Dr. h.c. Rechtsanwalt Ernst-Albrecht von Renesse aus Ratingen und sein Bruder Dirk aus Hamburg. „Wir berechtigen“, heißt es in der Verleihungs-Urkunde, die ZiBoMo „unwiderruflich und exklusiv die Tradition des Vereines der Ehrenmitglieder zur Hebung der Ziegenzucht fortzusetzen und an ausgewählte um Ziegenzucht und Brauchtum verdiente Persönlichkeiten den ‚Dr. hipp-hipp humoris causa‘“ zu verleihen, „sofern der Proband eine Laudation auf Ziegenzucht und/oder ein entsprechendes Brauchtum gehalten und eine ‚kritische‘ Befragung überstanden hat.“ Die ZiBoMo erhalte das Promotionsrecht, da sie sich beim Enthüllen ihres Ziegendenkmals am 2. Februar 1959 sich dem Erbe und der Tradition des Ziegenbarons verpflichtet habe.

So sehnen sie sicherlich die Gelegenheit herbei, die nun gezüchteten Ziegenrassen zu bestimmen: Handelt es sich um Geiß, Zicke, Hippe oder Zibbe, um Toggenburgerziege, Serpentina, blau-gelb-hörnige oder einhörnige Bezoarziege, Bündner Strahlenziege oder eine Allerwelts-Ziege?

Nicht zu sehen ist der genügsame Capra aegagrus hircus bislang in seinem städtischerseits weitsichtig geplanten Lebensraum, nämlich auf der größten kreisrunden Hippen-Wiese des ganzen Münsterlandes, unweit des Wolbecker Marktplatzes. Wohl aber ganz in ihrer Nähe, am Ziegenbocks-Denkmal. Die Aktion dauert exakt bis zum 23. November.

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