Märchenbuchprojekt am Gymnasium Wolbeck
Wo Europa schon vereint ist

Münster-Wolbeck -

Vielfalt trotz Einheit. Einheit in Vielfalt. Was sich viele Menschen für die Europäische Union wünschen, gibt es in der europäischen Märchenwelt schon lange.

Mittwoch, 22.05.2019, 18:00 Uhr
Die Klasse 5d hat für das Märchenbuch Steckbriefe der 28 Länder der Europäischen Union geschrieben. Zu jedem Land gibt es ein typisches Volksmärchen, ausgewählt von Dr. Oliver Geister (2.v.l.). Schulleiterin Edith Verweyen-Hackmann (l.) freut sich, dass das Buch noch passend zur Europawahl erschienen ist. Foto: mlü

Der schwedische Riese „Stompe Piet“ erinnert an das „tapfere Schneiderlein“ oder die italienische „Petrosinella“ an „Rapunzel“. In Sachen Märchen „war Europa schon lange vereint“, weiß Dr. Oliver Geister .

Der Musiklehrer und Gründer des Wolbecker Märchenwerkstatt hat gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Wolbeck ein Buch über europäische Märchen veröffentlicht. „Passend zur Europawahl “, freut sich Schulleiterin Edith Verweyen-Hackmann.

Das Buch mit dem Titel „Europa einig Märchenland“ ist im Rahmen der Europawoche entstanden. Es präsentiert zu jedem der (derzeit) 28 Länder der Europäischen Union ein typisches Volksmärchen, manchmal auch eine Sage oder Fabel. Ein Pädagogikkurs hat zu jedem Märchen die Vorlesedauer und eine Altersempfehlung ermittelt. „Wir haben lange überlegt, wie wir es mit dem Brexit halten“, so Geister. Doch selbst wenn der Austritt von Großbritannien nicht verschoben worden wäre, hätte es das Land vermutlich in das Buch geschafft. „Es gehört trotzdem dazu“, betont der Märchenexperte. Der Kunstkurs unter der Leitung von Peter Reuter hat einige Illustrationen angefertigt.

Jedem Märchen ist ein Steckbrief des Herkunftslandes vorangestellt. Sie wurden von Schülerinnen und Schülern der Klassen 5d und 6b verfasst. Dabei hat sich herausgestellt, dass ein zusammenwachsendes Europa kein abstrakter Begriff ist, sondern Realität: Viele Kinder in den beiden Klassen haben Eltern, die in den Nachbarländern geboren wurden. Das lag es nahe, dass zum Beispiel Selma, die niederländische Wurzeln hat, den Steckbrief für die Niederlande schreibt. Und Patrick aus Irland sich mit seiner Heimat beschäftigt.

„Hoffen wir, dass die Politik und die Menschen in Europa es auch schaffen, die europäische Einheit voranzubringen, ohne die Vielfalt zu zerstören“, so Geister.

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