Verkehrssicherheit spielt Rolle bei Farbentscheidung
Hoffnung auf ein wenig Patina

Münster-Wolbeck -

Alles andere als die Farbe blau ist chancenlos, bei Brückengeländern aus Stahl jedenfalls. Dieser Eindruck erhielt jetzt noch einmal seinen leuchtenden Beweis durch den Anstrich des Geländers der Brücke über den Piepenbach, der sich am Angelseitenweg durch die Wiesen schlängelt.

Donnerstag, 14.03.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 17:46 Uhr
Das leuchtende Blau des Geländers der Brücke über die Angel beim Friedhof gefällt nicht jedem, spielt aber eine wichtige Rolle für die Verkehrssicherheit der Brücke. Foto: na

Denn auch das Metallgeländer der Angelbrücke, die den Angelseitenweg mit dem Ortskern verbindet, kann nach wie vor die Farbe blau nicht verleugnen. Auch das prächtig große Geländer Brücke, die nahe des Friedhofs über die Angel führt, strahlt in herrlichem blau.

Lediglich die Brücke am Hofkamp, die in der Nähe des Klärwerkes über die Werse führt, tanzt aus der Reihe und zeigt sich in rötlichem Anstrich. Und das hat seinen Grund, wie Ulrich Zelke vom Tiefbauamt erläutert: „Diese amtsinterne Entscheidung, in welchen Farbtopf gegriffen wird, hängt stark von Überlegungen zur Verkehrssicherheit bei größerer Beanspruchung ab.“ Und das gewählte Blau trage deshalb nicht zuletzt die Bezeichnung „verkehrsblau“, erklärt Zelke.

Wichtig sei, dass die Farbe einen starken Kontrast zu ihrer Umgebung bilde und dass so in der Dunkelheit ein leichteres Erkennen der Brücke möglich sei, das gelte sowohl für Fußgänger als auch insbesondere für Radfahrer. Auch für Sehbehinderte sei eine grelle Farbgebung hilfreich.

Die Bewohner der in direkter Nachbarschaft liegenden Altenwohnanlage, das Achatiushaus, zählen zudem zu den regen Nutzern des landschaftlich reizvollen Angelseitenweges, der eine Verbindung zwischen Münsterstraße und Telgter Straße herstellt.

Die gleiche Argumentation kam auch bei den beiden Angelbrücken zum Tragen, die sich reger Nutzung erfreuen und unter anderem ein wichtiges Verbindungsstück vieler Schüler auf ihrem Weg zur Schule sind. Da all diese Faktoren für die Wersebrücke am Hofkamp nicht unbedingt gelten, wurde ihr Metall-Geländer rot gestrichen.

Diese Brücke besteht übrigens in vielen Teilen noch aus Holz und hat damit einen kleinen Seltenheitswert. Denn seit einigen Jahren werden nur noch Brücken aus Beton und Metall gebaut. „Die Erfahrung hat immer mehr gezeigt, dass Holzbrücken einfach zu schnell und zu häufig repariert werden mussten“, so Zelke.

Er erklärte, dass er durchaus die Verärgerung mancher Bürger darüber verstehen könnte, dass so eine blaue Farbe einfach nicht ins Landschaftsbild passe. „Man kann es natürlich nicht jedem Recht machen“, erklärte er und man hoffe jetzt für die Zukunft einfach auf ein wenig Patina.

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