Dreifach-Sporthalle soll erst zum 22. Dezember wieder voll nutzbar sein
Die Sanierung verzögert sich weiter

Münster-Wolbeck -

So richtig hatte niemand daran geglaubt. Und das Misstrauen wurde bestätigt: Eigentlich sollten sich am Montag (5. November) die Türen der Dreifachsporthalle im Wolbecker Schulzentrum wieder öffnen. Doch erneut verzögerte sich der Termin. „Am 3. Dezember“, so heißt es jetzt, soll die Sanierung der Halle abgeschlossen sein. Die Unkleiden und der Sanitärbereich folgten am 22. Dezember. „Ich glaube jetzt gar nichts mehr“, kommentiert diese neuen Prognosen ein sichtlich enttäuschter Vorsitzender des Sportvereins TV Wolbeck, Stefan Langer.

Montag, 05.11.2018, 00:00 Uhr aktualisiert: 05.11.2018, 18:36 Uhr
Bereits seit Sommer kann die Dreifachsporthalle im Schulzentrum Wolbeck nicht mehr genutzt werden. Nun sollen sich die Sanierungsmaßnahmen nochmals bis zum 22. Dezember verzögern. Foto: mlü

Wie berichtet, hatten sich die Sanierungsmaßnahmen an der Sporthalle bereits mehrfach verzögert, die im Sommer gestartet waren und eigentlich bis Ende August abgeschlossen gewesen sein sollten. Umkleiden und Toiletten sollten ab Ende September wieder einsatzbereit sein. Doch „die Baufirmen arbeiteten nicht vertragsgemäß, und Zusagen wurden nicht eingehalten“, erklärte Roland Schniedenharn vom Amt für Immobilienmanagement bereits Anfang September.

Offenbar setzten sich die Probleme fort. „Die Firmen halten sich weiterhin nicht an vertragliche Fristen und Zusagen“, bestätigte Schniedenharn jetzt auf Nachfrage unserer Zeitung. So erkläre sich die weitere Verschiebung der Sporthallen-Nutzung.

Genau diese Verzögerung stellt vor allem den TV Wolbeck vor immer größere Schwierigkeiten. „Tischtennis fällt komplett aus, verschiedene Ballsportarten drängen sich in den verbleibenden Sportstätten“, berichtet Langer . Außerdem seien jetzt in der kalten Jahreszeit auch Sportler auf die Hallennutzung angewiesen, die bisher draußen trainieren konnten, etwa die Leichtathleten. Zwar sei er froh, dass die dringen notwendige Sanierung der Halle angeplackt worden sei, erklärt der Vereinsvorsitzende. Über die Gründe, die für die weitere Verzögerung angeführt wurden, wundere er sich jedoch: „Da wir meines Erachtens nicht mit letzter Konsequenz nachgehakt“.

Die Verwaltung ihrerseits wirbt weiter um Verständnis: Die Unzuverlässigkeit der Firmen ziehe sich „wie ein roter Faden“ durch die Baumaßnahme, erklärt Roland Schniedenharn. „Wir selbst sind mehr als unglücklich darüber.“ Auch Vertragsstrafen würden nicht weiter helfen. Die beauftragten Spezialfirmen für Böden, Prallschutz und Hallentore säßen in Freilassing und Berlin. Es sei auch keine Lösung, kurz vor Schluss die Pferde zu wechslen und andere Firmen anzufragen. Schniedenharn: „Die Auftragsbücher sind zurzeit überall voll.“

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