„Am Berler Kamp“ ist ein wesentlicher Knackpunkt
Einbahnstraßen und keine Ende

Münster-Wolbeck -

Es bestand Erklärungsbedarf: Stadtwerke und Tiefbauamt luden Gewerbeverein zu einer Infoveranstaltung ein.

Donnerstag, 21.12.2017, 22:12 Uhr

Noch bis zum Sommer 2019 wird es dauern, bis der Kreisverkehr am Marktplatz asphaltiert wird. Eine einwöchige Vollsperrung sei dann unvermeidlich, so die Stadtwerke.
Noch bis zum Sommer 2019 wird es dauern, bis der Kreisverkehr am Marktplatz asphaltiert wird. Eine einwöchige Vollsperrung sei dann unvermeidlich, so die Stadtwerke. Foto: mlü

Hiobsbotschaft für die Gewerbetreibenden in Wolbeck: Die Einbahnstraßenregelung Am Berler Kamp wird noch bis mindestens Mai 2018 bestehen bleiben und damit fast ein halbes Jahr länger als von den Stadtwerken und vom Tiefbauamt geplant. Darüber informierte gestern Alexander Heyer , Bauleiter Netzbau bei den Stadtwerken, eine relativ kleine Gruppe Wolbecker Geschäftsleute. Sie waren einer Einladung zu einer recht kurzfristig anberaumten Informationsveranstaltung der Stadtwerke und des Tiefbauamtes in die Gaststätte Sültemeyer gefolgt.

Und es bestand natürlich Erklärungsbedarf, warum der Berler Kamp nicht in Kürze wieder Durchfahrtsstraße wird. Die noch zu verlegenden Abwasserdruckrohrleitungen in diesem Bereich seien der Grund, so Heyer. Nur wenn die momentane Einbahnstraßenregelung bestehen bliebe, käme man um eine Vollsperrung herum. „Wir wollen so viele Vollsperrungen wie möglich vermeiden“, betonte Andreas Heermann-Wessing , zuständiger Leiter für die Infrastruktur-Baumaßnahmen bei den Stadtwerken.

Ein wesentlichen Knackpunkt ist zudem die Umleitungsmöglichkeit, wenn es zu einer mehrtägigen, „nicht vermeidbaren“, wie Heermann-Wessing sagt, Vollsperrung im Bereich Am Steintor/Hiltruper Straße kommt. Vorgesehen ist, dafür die Dirk-von-Merveldt und die Franz-von-Waldeck-Straße anzubieten, auch für die Busse. Eine Planung, die allseits auf große Skepsis stieß. Wird doch die verkehrsberuhigte, kaum Gegenverkehr zulassende Dirk-von-Merveldt-Straße jetzt schon als Ausweichstrecke für die offizielle Umleitung über die Umgehungsstraße genutzt.

„Ihre Spitze“, so Heyer, „erreicht die Baumaßnahme in den Sommerferien 2019, wenn der Kreisverkehr asphaltiert wird.“ Und er verkündete damit gleichzeitig eine bei den Anwesenden mit wenig Freuden entgegen genommene, weitere zeitliche Verzögerung. Eine einwöchige Vollsperrung sei dann unvermeidlich, so Heyer.

Er habe das Gefühl, die Koordinierung laufe einfach schlecht bei dieser so großen Baumaßnahme, brachte Gewerbevereinsvorsitzender Ralph Koschek auf den Punkt, was die Gewerbetreibenden grundsätzlich störe. Und er sprach als Beispiel die durch einen Häuserabriss entstandene Baustelle am Steintor an. „Es schaukelt sich hoch“, meinte er. „Ihre Botschaft ist angekommen“, reagierte darauf Ludger Niehoff vom Tiefbauamt verbunden mit der Bitte, sich bei Wünschen oder Fragen immer zu melden.

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