Stattdessen Veranstaltungen in der Aula des Gartenbauzentrums?
Bürgerhaus für Wolbeck bleibt Utopie

Münster-Wolbeck -

Vor zwei Jahren hatte der Arbeitskreis „Älter werden in Wolbeck“ zur Zukunftswerkstatt eingeladen. Ganz weit oben auf der Wunschliste stand damals ein Bürgerhaus für Wolbeck. Jetzt macht sich bei den Aktiven Ernüchterung breit. Ihre Klage: Die Gespräche kommen nicht voran, es fehlt am Rückhalt der Vereine – und in der Politik verhallt der Ruf.

Donnerstag, 30.06.2016, 19:06 Uhr

Das Bildungszentrum Gartenbau und Landwirtschaft verfügt über eine große Aula, die früher für Wolbecker Veranstaltungen genutzt werden konnte.
Das Bildungszentrum Gartenbau und Landwirtschaft verfügt über eine große Aula, die früher für Wolbecker Veranstaltungen genutzt werden konnte. Foto: mlü

Jetzt will sich der Arbeitskreis dafür stark machen, dass stattdessen die Aula der ehemaligen Gartenbauschule wieder für Wolbecker Großveranstaltungen genutzt werden kann. Vorausgegangen war eine engagierte Debatte.

„Wir haben ein riesiges Defizit im Ort“, argumentierte der Awo-Ehrenamtliche Theo Mooren zunächst für ein Bürgerhaus . Nicht jeder Verein könne es sich leisten, für größere Veranstaltungen ein Festzelt am Feuerwehrgerätehaus aufzubauen. Andererseits gibt es viele kleinere Veranstaltungsräume im Ort, die auch gut genutzt werden, gibt Barbara Hoebink-Johann zu Bedenken – das Jugendzentrum Bahnhof Wolbeck , der Awo-Treff oder das Achatius-Haus. Franz-Pius Graf von Merveldt verwies auf den benachbarten Stadtteil Hiltrup. „Wenn schon der größere Ort kämpfen muss für seine Stadthalle“, dann sei es unrealistisch, weiter auf ein Bürgerhaus im kleineren Wolbeck zu hoffen. Zumal die Chancen für ein Bürgerhaus in Gremmendorf (auf dem Kasernengelände) derzeit besser stehen würden. „Wir sollten das Projekt beerdigen.“ Schnell einigte sich der Stadtteilarbeitskreis, zu deren Sitzung die Kommunale Seniorenvertretung und das Sozialamt der Stadt Münster am Mittwochnachmittag in den Awo-Treff eingeladen hatte, einen neuen Weg einzuschlagen.

Früher war es gang und gäbe, für größere Veranstaltungen in die Aula des Gartenbauzentrums an der Münsterstraße einzuladen. Genutzt wurde die Aula beispielsweise noch vor wenigen Jahren von der KG Zibomo und ihren Tanzgruppen. Auch politische Vorträge fanden dort dann und wann ein Obdach. „Warum geht das heute nicht mehr?“, fragt Graf von Merveldt.

Offenbar haben sich die Rahmenbedingungen geändert – der ehemalige Pächter des Hotels hat sich aus Altersgründen zurückgezogen und das Bildungszentrum Gartenbau und Landwirtschaft selbst stellt die Aula nicht mehr ohne Weiteres zur Verfügung. Das berichten zumindest unabhängig voneinander einige Mitglieder der Zibomo. Die Karnevalsgesellschaft stellt daher zweimal im Jahr ein Zelt am Feuerwehrgerätehaus auf – und verbindet die Tanzpremieren mit dem Oktoberfest.

Der Arbeitskreis „Älter werden in Wolbeck“ will jetzt einen offenen Brief an das Bildungszentrum schreiben – um die Probleme und Chancen für Veranstaltungen an der Münsterstraße neu auszuloten.

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