Bürgerinitiative erwägt Klage
Rat beschließt Eschstraßen-Ausbau

Münster-Wolbeck -

Die Ratssitzung am vergangenen Mittwoch verlief durchaus turbulent. Streit um den Hauptbahnhof, wechselnde Mehrheiten, Änderungsanträge. „Ich ziehe meinen Hut vor dem Oberbürgermeister, dass er den Überblick behalten hat“, meint der Bezirksbürgermeister Dr. Michael Klenner. Ein Tagesordnungspunkt war jedoch schon nach wenigen Minuten abgehakt. Der Rat stimmte mit großer Mehrheit für den Ausbau der Eschstraße.

Donnerstag, 26.09.2013, 17:09 Uhr

Die Eschstraße soll zu einer Kreisstraße ausgebaut werden. Dagegen wehrt sich eine Bürgerinitiative. Nach dem Ratsbeschluss am Mittwoch erwägt sie eine Klage gegen das Projekt.
Die Eschstraße soll zu einer Kreisstraße ausgebaut werden. Dagegen wehrt sich eine Bürgerinitiative. Nach dem Ratsbeschluss am Mittwoch erwägt sie eine Klage gegen das Projekt. Foto: beg

„Der neue Bebauungsplan wurde durchgewunken, fertig, dann kam schon der nächste Tagesordnungspunkt“, berichtet Ratsherr Franz-Pius Graf von Merveldt ( CDU ). „Das Abstimmungsverhalten war wie in der Bezirksvertretung“, weiß Klenner . CDU, SPD und FDP hätten den Plänen zugestimmt, die Grünen und die Linke waren dagegen. „Es ist ein klares Ergebnis – wenn wir schon eine Umgehungsstraße bauen, dann braucht es auch eine Anbindung im Norden“, kommentierte der Bezirksbürgermeister. Das Bürgerforum Wolbeck, welches das Projekt ebenfalls unterstützt, war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

„Enttäuschung ist groß“

Derweil erwägt die Bürgerinitiative „Rettet den Esch“ eine Klage gegen das Projekt. „Die Enttäuschung über die Verfahrensweise ist groß“, teilt der Vorstand mit Ernst Mackel und Bernhard Jauernick mit. „Wir werden in den kommenden Tagen in Ruhe die Möglichkeit der juristischen Schritte prüfen und mit unserem Rechtsbeistand beraten.“ Anschließend soll eine Mitgliederversammlung einberufen und das Vorgehen mit den Mitgliedern abgestimmt werden.

„Eine Klage bringt nur Zeitverzögerung“, meint Ratsherr Graf von Merveldt. Klenner sagt: „Es steht jedem frei zu klagen. Aber die Verwaltung hat sehr, sehr sorgfältig geprüft.“

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