Hühner mit Freiheitsdrang
Ganz schön eigenwillig

Münster-Sprakel -

Hahn David ist auf Hof Ashölter mit acht Hennen unterwegs. Aber nicht alle aus dem Volk des Ashölterschen Federviehs folgen ihm. Es gibt zwei „wilde“ Hühner, denen hat er nichts zu sagen.

Dienstag, 22.10.2019, 15:46 Uhr
Selbstbewusst peilt Ganter Eller die Lage auf Wiese und Hof. Foto: Katrin Jünemann

Wer den Hof Ashölter besucht, lernt bald auch Eller kennen. Der imposante Ganter begrüßt Besucher lautstark, wenn er sich gerade auf den Rasenflächen des Innenhofs der alten Kornbrennerei aufhält. Er läuft frei herum.

Jutta Ashölter ist die Chefin des Federviehs auf dem alten Hof. Sie kennt ihr Geflügel ganz genau und weiß , wie clever und aufmerksam die gefiederten Bewohner sind.

Eller zum Beispiel spüre sofort, ob er jemandem nicht geheuer ist, erzählt sie. Dann breite er schon mal die Flügel aus und richte sich zu voller Größe auf: Das ist sein Auftritt. Reagiert man auf ihn nicht und spricht ruhig mit ihm, beschwert er sich lautstark über die Störung seiner Kreise. Eller ist momentan solo. Das war nicht immer so. Bis zur Mitte des Sommers hatte er eine Gefährtin, doch die hat der Fuchs geholt. Da sei er mit seinem Imponiergehabe wohl nicht so erfolgreich gewesen, sagt Jutta Ashölter. Oder er musste sich selbst in Sicherheit bringen. Als seine Gefährtin brütete, habe er sie beschützt und sei auf jeden zugesaust, der dem Nest zu nahe kam. Als Nistplatz hatte sich die Gans ausgerechnet einen Platz unter dem aufgebockten Hühnerwagen ausgesucht. Wenn Jutta Ashölter Eier aus dem Wagen holen wollte, störte sie nur. Nächstes Jahr soll der Ganter wieder eine Gans an seine Seite bekommen.

Ein entspanntes Paar sind Jutta Ashölters Pferde Humphry (l.) und Duffy.

Ein entspanntes Paar sind Jutta Ashölters Pferde Humphry (l.) und Duffy.

Apropos Hühner. Hahn David ist mit acht Hennen unterwegs. Aber nicht alle aus dem Volk des Ashölterschen Federviehs folgen ihm.

Es gibt zwei „wilde“ Hühner, denen hat er nichts zu sagen. Sie schlafen nachts auch nicht mit den anderen im Stall, sondern lieber in den Bäumen – da kommt kein Fuchs rauf. „Mal schauen, wie das im Winter wird. Ob es ihnen dann da oben nicht zu kalt wird. Vielleicht gehen sie dann ja doch noch ins Hühnerhaus“, vermutet Jutta Ashölter.

Hahn David mit seinen folgsamen Hühnern

Hahn David mit seinen folgsamen Hühnern

Während es für Davids Hühner selbstverständlich ist, nach ihren Ausflügen über Hof und Wiesen zum Eierlegen in den Stall zurückzukehren, haben die beiden „wilden“ Hennen da ganz andere Vorstellungen. Sie legen dort, wo es ihnen gefällt. „Wenn sie wissen, dass man weiß, wo das ist, suchen sie sich am nächsten Tag ruckzuck ein neues Versteck“, erzählt Jutta Ashölter amüsiert.

Zu den selbstbewussten tierischen Hofbewohnern passt nur zu gut Luna, die weiße Spitzhündin. Sie hat ihren Zweibeinern Aufgaben zugeteilt: Kuscheln geht am besten mit der jüngsten Tochter, sie ist ihr absoluter Liebling. Aber wenn es ums Gassigehen geht, stellt sie sich vor Jutta Ashölter und fordert sie mit zwei kurzem „Wuffs“ auf, mit ihr zu gehen. Übrigens kann Luna auch mit der Eleganz einer Katze über die Mauer zur Wiese balancieren.

Ein ganz entspanntes Paar sind Kaltblüter Humphry und Shetty Duffy: Der Große und die Kleine grasen gemeinsam auf ihren Weiden und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

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