300 Jahre Schützenverein St. Hubertus
Drei Festtage für drei Jahrhunderte

Münster-Sprakel -

Oberbürgermeister Markus Lewe kam nach Sprakel, um dem Schützenverein zum Geburtstag zu gratulieren: „Hier werden Tradition und Zukunft miteinander verbunden“, meinte das Stadtoberhaupt.

Sonntag, 16.06.2019, 19:26 Uhr aktualisiert: 16.06.2019, 19:40 Uhr
Der Schützenverein St. Hubertus Sprakel feierte sein 300-jähriges Bestehen mit einem dreitägigen Fest. Ob Schützennachwuchs, Sprakels Bürgerschaft oder befreundete Vereine: Alle beteiligten sich an dem großen Fest zu einem seltenen Jubiläum. Foto: Katrin Jünemann

„300 Jahre – das ist schon eine Hausnummer“, meinte Christian Hilbk , der Vorsitzende des Schützenvereins St. Hubertus. Das große Jubelfest schien den ganzen Stadtteil angezogen zu haben. Auch Oberbürgermeister Markus Lewe kam nach Sprakel, um dem Schützenverein zum Geburtstag zu gratulieren. „Hier werden Tradition und Zukunft miteinander verbunden“, meinte das Stadtoberhaupt.

Los ging die Feier bereits am Freitag. Nachmittags gab es neue Majestäten beim Schützennachwuchs: Jonas Erdmann holte den Vogel aus Styropor von der Stange und war damit neuer Kinderschützenkönig. Er wählte Josephine Falkenberg zur Kinderschützenkönigin. Zwei Tage später gratulierte der Oberbürgermeister nun den jungen Regenten. „Sprakel ist auch ein junger Stadtteil“, meinte er. Die jüngsten Sprakeler aus dem St.-Marien-Kindergarten hatten eigens zum Jubiläum eine Aufführung einstudiert. Auch der Shanty-Chor Gimbte gratulierte – mit Hits von der Nordsee.

Richtig rockig war es am Samstag. Da war „Undercover“ zu Gast im Festzelt. „443 Karten wurden verkauft“, berichtete Jenny Hohnsel, die zweite Schriftführerin des St.-Hubertus-Schützenvereins. Und dann ging die große Party los: „Let me entertain you“, tönte es aus den Boxen. „Es ist für uns eine Ehre, heute hier spielen zu dürfen“, meinte Sängerin Nadine Schröder.

Es gab einige Highlights bei diesem Jubelfest, die auf verschiedene Tage verteilt wurden. Dass König Udo Teigelkamp und sein Thron mit der Bimmelbahn zum Festzelt gelangten, war wohl eines davon.

Ein anderes war der große Umzug durch das Dorf. 18 Gastvereine machten mit. Zurück am Festzelt gab es einen feierlichen Fahnenschlag. „Keine Fahne ist heruntergefallen“, meinte Oberst Roland Grünagel, der mit scharfem Auge das Prozedere betrachtete. „Zum Jubiläum gehören Festreden“, meinte Vorsitzender Hilbk. Oberbürgermeister Markus Lewe bescheinigte Sprakel, der Stadtteil mit der allergrößten Energie zu sein. Pfarrer Ulrich Messing sagte angesichts des Jubiläums: „Wir Menschen haben die Erinnerung nötig, um weitergehen zu können.“ Er spendierte den Schützen kurzerhand „50 Liter Getränke“ für das nächste Schützenfest, was diese mit viel Beifall quittierten. Pfarrer Frank Beckmann wünschte auch für die Zukunft „Offenheit und lebendige Traditionsverbundenheit“. Angelehnt an die Einladung zum evangelischen Kirchentag („Dortmund – schöner als wie woanders“) sollten in den kommenden 300 Jahren selbst die Leute im Ruhrgebiet sagen: „Sprakel – schöner als wie woanders“.

Im Jubiläumsjahr 2019 wurden mehrere Mitglieder des Sprakeler Schützenvereins geehrt: Helmut Rheinländer wurde für 65 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet, Erich Bombe und Friedhelm Pohlkamp für 55 Jahre und Heinz Thesing für 50 Jahre. Über eine Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft freuten sich Reinhard Bröker, Horst Nicolaus, Manfred Große Dahlmann und Hans-Joachim Heiden. Karsten Bröker, Raphael Eihsing und Hans Neffgen gehören seit 25 Jahren zu St. Hubertus.

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