Buslinien-Info im zweiten Quartal
Stadtwerke planen Bürgerveranstaltung in Sprakel / Fahrgast-Befragung und -Zählung läuft

Münster-Sprakel -

Die Anbindung Sprakels an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist in der Vergangenheit mehrfach kritisiert worden.

Donnerstag, 28.12.2017, 19:12 Uhr

Die Sprakeler Busanbindung wird Thema einer Veranstaltung der Stadtwerke sein, die im Frühjahr in Sprakel geplant ist
Die Sprakeler Busanbindung wird Thema einer Veranstaltung der Stadtwerke sein, die im Frühjahr in Sprakel geplant ist Foto: kaj

Die Bezirksvertretung (BV) Nord hatte deshalb im September auf Vorschlag der CDU beantragt, die Stadtwerke darum zu bitten, eine Informationsveranstaltung zur ÖPNV-Situation in Sprakel durchzuführen.

Seit dem 9. Oktober dieses Jahres sammeln die Stadtwerke Daten. Und das wird noch über die Jahreswende hinweg dauern: „Die Fahrgastbefragung läuft noch bis Ende Januar, eventuell bis in den Februar hinein“, so Lisa Schmees, Pressesprecherin der Stadtwerke. Es gehe darum, verlässliche und valide Daten zu erhalten. „Die Ergebnisse erwarten wir zum Ende des ersten Quartals, vor­aussichtlich Mitte bis Ende März.“

Die geplante Bürgerveranstaltung zum ÖPNV in Sprakel solle stattfinden, nachdem die Ergebnisse ausgewertet und bewertet seien. Das bedeute, dass die Infoveranstaltung voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 stattfinden werde. „Dazu stehen wir in engem Austausch mit dem Aufgabenträger, der Stadt Münster“, erläuterte die Pressesprecherin.

In einem Zwischenbericht der Verwaltung zu dem CDU-Antrag, der die BV im November erreichte, heißt es, dass zwei Jahre nach der Umsetzung der Maßnahmen des dritten Nahverkehrsplans ein umfassender Erfahrungsbericht vorgelegt werde. „In diesem Bericht werden alle Maßnahmen aus Sicht der Verwaltung auf Basis einer umfangreichen Fahrgastbefragung sowie auf Grundlage der konkreten Beschwerdelage bewertet“, so die Stadt Münster. Dieser Erfahrungsbericht inklusive Empfehlungen werde der Politik voraussichtlich im vierten Quartal 2018 zur Beschlussfassung vorgelegt.

Deshalb befragen die Stadtwerke momentan ihre Fahrgäste. Es handele sich um eine Vollerhebung des gesamten Netzes, berichtete Lisa Schmees. Gefragt werde zum Beispiel, wo die Fahrgäste ein-, um- und aussteigen, welches Ticket sie nutzen und ob sie privat oder beruflich unterwegs sind.

Nach der Bürgeranhörung im Zuge des Beteiligungsverfahrens zur Aufstellung des dritten Nahverkehrsplans der Stadt Münster gab es 2016 Veränderungen. „Zwischen Sprakel, Kinderhaus und Coerde wurde die Linie 19 im 60-Minuten-Takt eingeführt. Zudem wurden die Fahrten der Linie 9 in der Zeit von 6.30 bis 8.30 Uhr sowie von 12.30 bis 16.30 Uhr im 20-Minuten-Takt von Kinderhaus bis Sprakel verlängert“, so die Verwaltung in ihrem Zwischenbericht.

Dieses Angebot zwischen Kinderhaus und Sprakel werde seit dem 10. Oktober 2016 gefahren. Um herauszubekommen, wie die Kunden das Angebot nutzen, „werden auf der Linie 9 und auf der Linie 19 regelmäßig Busse mit automatischem Zählsystem eingesetzt, das alle ein- und aussteigenden Fahrgäste erfasst.“ Die Auswertung zeige, dass „bei den Fahrten nach Sprakel die Maximalbesetzung (in Sprakel) der Fahrten der Linie 9 zwischen 5 und 15 Fahrgästen liegt. In Richtung Kinderhaus liegt die Fahrzeugbesetzung nachmittags bei maximal fünf Fahrgästen“, heißt es im Zwischenbericht der Verwaltung. Das derzeitige ÖPNV-Angebot für Sprakel sei „mehr als ausreichend einzustufen“.

Ratsherr Olaf Bloch, zugleich Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BV Nord, ist gespannt auf die Ergebnisse der Fahrgastbefragung. Ihn interessiert zum Beispiel, wie die Ringlinie angenommen worden ist. Denn während in Sprakel Abstriche gemacht worden seien, sei diese Linie neu eingeführt worden.

Er habe seinerzeit bei der Bürgerinformation im Kinderhauser Schulzentrum, als es um die Anbindung von Sprakel mit großer Beteiligung der Sprakeler Bürger ging, nachgefragt, was es koste, wenn die Linie 9 (außer zu den Hauptverkehrszeiten) nicht in Kinderhaus ende. Da sei von 220 000 bis 230 000 Euro die Rede gewesen. Bloch: „Ich hatte mir das extra notiert.“

Das Problem für Sprakeler sei, dass sie von der Linie 19 immer umsteigen müssten, um in die Innenstadt zu kommen. Olaf Bloch hofft, dass es bei der Veranstaltung der Stadtwerke im Frühjahr zu einer Zwischenlösung kommt.

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