Tennisabteilung BSV Roxel
„Es hat großen Spaß gemacht!“

Münster-Roxel -

Den Tennisfreunden beim BSV Roxel sind sie bestens bekannt: Silvia Aupers und Annette Giesen haben sich viele Jahre lang nicht nur um die Theke des Tennishauses gekümmert. Jetzt will das ehrenamtliche Duo die Aufgaben in neue Hände geben.

Mittwoch, 02.01.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 12:08 Uhr
Werden künftig ein wenig kürzer treten: Silvia Aupers (r.) und Annette Giesen wollen die ehrenamtliche Bewirtungsaufgabe im Tennishaus des BSV Roxel in neue Hände geben. Foto: ann

Am Anfang begegneten ihnen Skepsis und Bedenken. Zwei Frauen hinter der Theke eines Clubheims, konnte das gut gehen? Im Tennishaus des BSV ging das gut, sogar sehr gut, zwölf Jahre lang. Silvia Aupers und Annette Giesen lösten schnell alle anfänglichen Vorbehalte gegen eine weibliche Thekenführung auf, mehr noch: Sie wurden zum Herzen des Vereins, weil sie neben der Präsenz im Clubhaus auch für sportliche Fragen als Sportwartin (Annette Giesen) und Schriftführerin (Silvia Aupers) jederzeit ansprechbar waren.

Der Ballsport hatte es beiden schon vor Jahren angetan, Silvia kickte und Annette war die Volleyballspielerin. Klare Sache, dass sich auch ihre Söhne in ihren Fußstapfen bewegten. „Wir wohnten so nahe an den Sportplätzen, die Jungs fielen gewissermaßen aus der Haustür auf den Fußball-oder Tennisplatz“, sagte Silvia Aupers, und ihre Freundin ergänzt: „Sie gingen nicht verloren und fanden dort ihre Freunde.“

Inzwischen spielten die Roxelerinnen auch Tennis und kannten über ihre Söhne die meisten Spieler und die Mannschaften. Die Entscheidung, das Clubhaus, beziehungsweise die Theke gemeinsam ehrenamtlich zu übernehmen zu übernehmen, fiel schnell: „Das war 2006 zur Fußballweltmeisterschaft“, erinnert sich Silvia Aupers, „die Stimmung im Clubhaus war spitze. Da hatten wir hinter der Theke schon gewonnen.“ Auch im außersportlichen Bereich ließen die beiden sich immer etwas einfallen: Grünkohlessen mit Doppelkopfturnier, Adventsbasar, Glühweinabende mit Bratäpfeln, Halloweenpartys, Bastelnachmittage, Kunstausstellungen oder ein Brezelturnier, bei dem mit Dirndl und Lederhose angetreten werden musste.

Sie sind in die Schulen gegangen, haben für Tennis geworben und selber für Kinder das Schnuppertraining durchgeführt. Mit Erfolg. „Da sind dann auch immer einige Eltern hängen geblieben, die wir begeistern konnten“, sagt Annette Giesen, die auch zweite Vorsitzende der IG Tennis Münster ist. Bei den Jugendcamps haben sie zudem für viele Kinder gekocht oder auch mal bei Regenpausen spontan im Clubhaus Spiele organisiert. „Wir haben das nicht als Last empfunden, es hat großen Spaß gemacht!“, sagen die beiden, die jetzt nach zwölf Jahren die ehrenamtliche Aufgabe beim BSV in andere Hände legen.

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