Besonderes Adventskonzert
Famoser Abend in der Nicolaikirche

Münster-Roxel -

Die adventliche „Musik-WG“ mit Miriam Köpke und Matthias Ortmann begeisterte das Publikum. Kunstschnee, Wortwitz und Gesang bescherten reichlich Vergnügen.

Sonntag, 10.12.2017, 19:12 Uhr

Miriam Köpke und Matthias Ortmann wurden eingeschneit. Das Publikum in der Nicolaikirche machte es möglich.
Miriam Köpke und Matthias Ortmann wurden eingeschneit. Das Publikum in der Nicolaikirche machte es möglich. Foto: sn

Wann kommt der Schnee? In der „Musik-WG“ von Miriam Köpke und Matthias Ortmann war das ganz schnell der Fall. Das Publikum war es, das die beiden Künstler auf Kommando mit Kunstschnee eindeckte. „Man kann mich nicht leicht aus der Fassung bringen, aber ihr habt es geschafft“, meinte die Sängerin lachend. Ein famoser Einstieg in einen Abend in der Nicolaikirche, der es in sich hatte.

Es war eine Premiere. Zwar sind die beiden mit der musikalischen Wohngemeinschaft unter dem Titel „Wahnsinn garantiert“ schon seit 2015 vornehmlich in der Adventszeit unterwegs, aber „zum ersten Mal in einer Kirche“, wie Ortmann feststellte. Ganz Musiker meinte er schnell: „Die Akustik ist gut“. Und für Miriam Köpke ist der Kirchenraum ohnehin nicht ganz ungewohnt. Ihr Vater war nämlich Pfarrer.

Die „Musik-WG“ sei deswegen besonders reizvoll, weil sie von den gegensätzlichen Charakteren lebe, erklärte Ortmann. Und: Die beiden boten auch eine  Spaß machende, für den Zuschauer sehr abwechslungsreiche Mischung zwischen Musik-Entertainment und Stand-Up-Comedy mit ganz viel Publikumsbeteiligung.

So machten Köpke und Ortmann kurzerhand aus dem 80er-Jahre-Schmalzpop-Hit „When the rain begins to fall“  ein ganz weihnachtliches „When the snow begins to fall“. Jedes Mal, wenn das Wort „Snow“ falle, solle er eine Ladung Kunstschnee auf sie werfen, meinte Köpke zu einem Zuschauer in der ersten Reihe. Und der machte seine Sache so gut, dass die Bühne bald aussah wie eine Skipiste in den Hochalpen.

Erstaunlich war die durchgehend bunte Bandbreite der dargebrachten Songs. Mal gab es das altehrwürdige „Der Christbaum ist der schönste Baum, den man auf Erden kennt“, wobei das Publikum kräftig mitsang, dann das bewegende „Seasons of Love“ aus dem Musical „Rent“ und schließlich auch eine angenehme Swing-Version des Black-Klassikers „Wonderful Life“.

Einzigartig ist wohl die vegane Version des legendären „Hallelujah“ gewesen, im Original von Leonard Cohen: „Ich weiß nicht, was ich kochen soll“, war nun in der „Musik-WG“ zu hören.

Und als dann  auch noch Besuch kam, etwa durch den türkischstämmigen Nachbarn Cenk oder den typisch münsterländischen Herrn Kattenstroh, da war die Wohngemeinschaft wirklich perfekt. Ein unterhaltender Abend war das mit Vollprofis auf der Bühne, die ein richtiges Gute-Laune-Weihnachten präsentierten.

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