Roxeler Taufwald
Bäumchen als Symbol fürs Leben

Münster-Roxel -

Bereits seit fast drei Jahrzehnten gibt es die ökumenische Aktion in Roxel: Im Taufwald am Rohrbusch haben Eltern der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde einmal im Jahr Gelegenheit, für ihren frisch getauften Nachwuchs ein Bäumchen zu pflanzen.

Sonntag, 03.04.2016, 23:04 Uhr

Gut war die Stimmung am Wochenende im Roxeler Taufwald, wo etliche Familien für ihre kürzlich getauften Sprösslinge Bäumchen pflanzten.
Gut war die Stimmung am Wochenende im Roxeler Taufwald, wo etliche Familien für ihre kürzlich getauften Sprösslinge Bäumchen pflanzten. Foto: ann

Ökumene ist bunt. Das konnte man am Wochenende am Taufwald nahe der Autobahnkapelle sehen. Am Wegesrand zur Mitte des Areals flatterten an den Zweigen bunte Bändchen, als ein fröhliches und einladendes Signal zur Pflanzaktion. Seit 28 Jahren gibt es die Tradition, dass Eltern, deren Kinder in den vergangenen zwölf Monaten getauft wurden, eingeladen werden, einen Baum zu pflanzen.

Pfarrer Stephan Draheim von der Nikolaikirche und Pfarrer Dr. Christian Schmitt von St. Pantaleon stimmten die Familien spirituell. Sie erinnerten daran, dass die noch kahlen Pflanzen ein Symbol für das neue Leben seien. Die Auferstehung sei ein Zeichen, dass Gott dem Leben Recht gebe, selbst wenn zuweilen Entmutigungen aufträten.

Viele Stimmen sangen „Gottes Liebe ist so wunderbar“, und es wurde das Vaterunser gebetet. Am neuen „Taufbaum“, der bei einem Familien-Wochenende im Februar gezimmert worden war, prangten auf grünen Blättern die Namen der Täuflinge des vergangenen Jahres, nicht nur von Kleinkindern: Der zwölfjährige Paul setzte für „seinen“ Baum schon selber den Spaten an. Das Taufwald- Team, zu dem die Familien Baumeister, Francke , Giebel , Jung und Lammerding gehören, hatte die Organisation übernommen und stand mit guten Ratschlägen den „Gärtnern“ zu Seite.

Rot markierte Holzpflöcke zeigten die vorgesehenen Pflanzstellen. Das Graben war kein einfaches Geschäft, denn weicher Waldboden fühlt sich anders an. Ein Novum im Taufwald war sicherlich auch eine kleine selbstgeschweißte Ramme, mit der sich Halterungspflöcke wesentlich leichter einsetzen lassen. Tipps gab es von den Erfahrenen: „Junge Bäume sind durstig. Bringen Sie ihrem Schützling in den nächsten Monaten Wasser, wenn es nicht ausreichend regnet“, riet Ludger Giebel.

Andreas Francke empfahl, den Bewuchs um den Baum häufiger mal niedrig zu schneiden und der Jungpflanze gelegentlich etwas Hornspäne zu spendieren. Exotische Baumsorten hätten es tendenziell an diesem Standort schwerer. Diese Sorge war allerdings unbegründet. Die meisten Familien hatten Apfelbäumchen mitgebracht – schließlich macht nicht nur das Pflanzen, sondern auch das Ernten reichlich Spaß. Spaß machte der fleißigen Truppe nach der Arbeit auch die gemeinsame Vesper mit Kaffee, Saft und Kuchen.

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