20 Jahre „Kulturforum Nienberge e.V.“
Eine Heimat für die Kultur

Münster-Nienberge -

20 Jahre „Kulturforum Nienberge e.V.“ - Grund genug, sich mit den Förderern und Unterstützern zu unterhalten.

Mittwoch, 11.09.2019, 17:34 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 13:28 Uhr
Kultur im Blick: Anneliese Janning und Hubert Lenich freuen sich über das kulturelle Angebot in Nienberge, zu dem das Forum maßgeblich beiträgt. Foto: hko

Einige engagierte Nienberger gründeten 1999 den „Verein Kulturforum Nienberge“, um das kulturelle Leben im Stadtteil zu bereichern. Dafür sollte es angemessene Räumlichkeiten geben. Aus diesen Überlegungen entstand das „Kulturforum“. Die damalige Vorsitzende (und seit 2012 stellvertretende Vorsitzende) des Vereins, Anneliese Janning , und der ehemalige CDU-Ratsherr Hubert Lenich, der sich auf politischer Ebene maßgeblich für ein Kulturforum einsetzte, erinnern im Gespräch mit unserem Autor Hubertus Kost an die Anfänge und die Entwicklung des Vereins und des Forums. Das 20jährige Bestehen feiert der Verein am 14. September.

Was war der Auslöser für die Gründung des „Vereins Kulturforum“?

Janning: Kultur braucht auch Raum, nicht nur in übertragenem Sinn, sondern ganz handfest in Form eines Gebäudes. Daran fehlte es in Nienberge. Und entsprechende Räumlichkeiten sind nun mal Voraussetzungen für mehr Angebote, mit denen ein interessiertes Publikum erreicht werden kann.

Ein Beispiel?

Janning: Ein Beispiel ist die Musikschule, die schon damals einen enormen Zuwachs hatte. Also musste gehandelt werden. 1998 gab es den Arbeitskreis Stadtkultur / Zukunftswerkstatt Nienberge. Dort sollten Anregungen der Stadt zur Bereicherung der Stadtteilkultur aufgegriffen und umgesetzt werden, darunter auch ein kulturelles Zentrum. Einige Mitglieder des Arbeitskreises gründeten dann den Verein Kulturforum, der sich gezielt für den Bau eines Forums einsetzte.

Lenich: Konkret ging es darum, ein Forum für Konzerte, Musicals, Theateraufführungen, Ausstellungen, Lesungen, Diskussionen, Vorträge und schulische Veranstaltungen zu schaffen. Dafür eignete sich das Gelände der Grundschule. Die beiden Gebäudeteile der Schule wurden durch einen multifunktionalen Raum verbunden, was den Vorstellungen und Wünschen der Beteiligten entgegenkam. Es sollte ganz bewusst keine Aula entstehen, sondern ein Forum, das für ganz verschiedene und im weiten Sinn kulturelle Zwecke genutzt wird und das der Schule, der Musikschule und Gruppen und Vereinen zur Verfügung steht.

Im April 2005 wurde das Gebäude eingeweiht. War das bis dahin ein einfacher Weg?

Janning: Einfach war das nicht. Es gab sehr viele Gespräche, Diskussionen mit der Politik Verhandlungen mit der Stadt. Wir mussten eine Menge Überzeugungsarbeit leisten und wir haben viel Zuspruch bekommen. Wir haben uns über die öffentliche Finanzierung gefreut, ebenso über Spenden von privater Seite und von Geschäftsleuten. Platz für mehr Kultur – mit diesem Slogan haben wir damals geworben. Es gab viel Engagement für das Forum.

Lenich: Es ist meistens nicht einfach und auch mit viel Arbeit und vor allem mit Überzeugungskraft verbunden, ein solches Vorhaben politisch durchzusetzen. Ich war damals bei den Verhandlungen über ein Kulturforum stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt und musste zunächst mal meine Fraktion überzeugen, dass Nienberge ein Kulturforum bekommen sollte. So etwas weckt ja auch in anderen Stadtteilen durchaus Begehrlichkeiten, das muss man abwägen. Ein Gebäude für die Bereicherung der Kultur in Nienberge war aber von der Stadt selbst angestoßen und vom Verein Kulturforum mit sehr großem Idealismus auf den Weg gebracht worden. Das hat die Entscheidung bestimmt erleichtert.

Welche Resonanz findet das Kulturforum?

Janning: Das Forum hat sich zu einem kulturellen Treffpunkt entwickelt, der von Gruppen und Vereinen, von der Musikschule mit ihren vielen Aktivitäten und natürlich von der Grundschule gern genutzt wird. 200 Sitzplätze stehen dort zur Verfügung, eine große Bühne mit Flügel, Ton- und Lichtanlage, die Versorgungstechnik und das Foyer gehören zur Ausstattung. Das Kulturforum ist eine Bereicherung für den Stadtteil.

Was sind die Aufgaben des Vereins?

Janning: Er koordiniert die Veranstaltungen im Kulturforum und ist Ansprechpartner, wenn zum Beispiel Vereine oder Verbände das Forum für kulturelle Zwecke nutzen möchten. Der Verein lädt aber auch selbst zu Veranstaltungen ein. Dazu gehören Filmabende, Vorträge, Konzerte, Ausstellungen und die Reihe Talk im Forum, in der Nienberger oder Gäste, die einen besonderen Bezug zu Nienberge haben, über ihre Arbeit oder besondere Reisen berichten.

Wie ist der Verein aufgestellt, sprich: Wie viele Mitglieder hat er?

Janning: Der Verein Kulturforum Nienberge e.V. hat 60 Mitglieder, Vorsitzender ist Dr. David Marxkors. Unterstützt wird die Arbeit des Gremiums vom Kuratorium, Vorsitzende ist Dr. Karin Obst.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6919494?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
Vorfreude auf den Demo-Tag
Selmar Ibrahimovic, hat die Demo in Warendorf mitorganisiert.
Nachrichten-Ticker