Polizei überprüft Geschwindigkeit in Nienberger Wohngebiet
20 Tempo-Sünder in 45 Minuten

MÜNSTER-NIENBERGE -

Über Raser beschwerten sich manche Anwohner im Wohngebiet westlich des Nienberger Ortskerns. Die Polizei maß - mit überraschendem Ergebnis.

Mittwoch, 19.06.2019, 05:30 Uhr
Auch vor dem Kindergarten St. Sebastian wird in der Kirmstraße oft zu schnell gefahren, klagen Betroffene. Foto: jans

Die Polizei hat ein waches Auge auf die Tempo-30-Zone westlich des Nienberger Ortskernes. Anwohner sowie Lehrer der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule und Mitarbeiterinnen des Kindergartens St. Sebastian beklagten, dass dort zu schnell gefahren wird (wir berichteten).

Am Freitagnachmittag überprüfte die Polizei 45 Minuten lang, ob die Tempobegrenzung eingehalten wurde, so Polizeisprecher Andreas Bode . Bei diesen Messungen stellten die Ordnungshüter fest, dass 20 Fahrzeuge das Tempolimit überschritten hatten. Das schnellste Auto wurde mit 43 Kilometern in der Stunde in der 30er-Zone gemessen. Polizeisprecher Bode kündigte an, die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung weiterhin auch zu Schulzeiten zu überwachen. Bode: „Das werden wir durchführen.“ Inzwischen liege der Polizei auch eine Beschwerde wegen zu schnellen Fahrens in diesem Bereich vor, erklärte der Polizeisprecher.

Christoph Handrup, der zuständige Bezirksbeamte für Nienberge, kennt die Tempo-Problematik vor Ort, so Polizeisprecherin Angela Lüttmann. Er steht in Kontakt mit Schule sowie Kindergarten und kümmert sich unter anderem um die Schulwegsicherung für die Kinder. Auch in diesem Rahmen habe er schon Autofahrer gestoppt und zurechtgewiesen, die zu schnell unterwegs waren, so Lüttmann. Die Ergebnisse seiner Beobachtungen werden an die Polizei und an die Stadt, die beide Tempoüberwachungen durchführen, weitergegeben, betont die Polizeisprecherin. Es habe sich allerdings auch ergeben, dass viele Tempo-Sünder aus der Nachbarschaft stammten.

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