135 Windhunde beim Bundessieger-Rennen am Start
Die Schnellsten der Besten rasten los

MÜNSTER-NIENBERGE -

Pfeilschnell schossen edle Hunde auf dem Rennplatz aus den Startboxen.

Dienstag, 18.06.2019, 05:30 Uhr aktualisiert: 18.06.2019, 18:24 Uhr
Spannende Windhund-Rennen begeisterten die Zuschauer auf der Nienberger Hunderennbahn. Die Bundessieger verschiedener Rassen wurden ermittelt. Foto: sun

Reges Treiben herrschte auf dem Gelände des Windhunderennvereins Münster e.V. 2018 im Waltruper Forst. Azawakhs, Barsois, Basenjis, Greyhounds, Magyar Agars, Salukis, Sloughis, Whippets, italienische Windspiele – die Schnellsten der Besten traten dort unter den wachsamen Augen ihrer Trainer und zahlreicher Zuschauer gegeneinander an.

Aus dem gesamten Bundesgebiet kamen die vierbeinigen Champions, die sich bereits im Vorfeld für das Bundessieger-Titelrennen des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) qualifiziert hatten. Es ging um Kraft, Ausdauer und Geschwindigkeit. 135 Hunde rasten über die Nienberger Sandbahn.

Die Vorläufe für die Finalrennen starteten bereits um 8 Uhr, mit selbst für das ungeschulte Auge sichtlich motivierten Vierbeinern. Kaum waren die für das Rennen aufgerufenen Hunde auf dem Weg in Richtung Startbox, kam Leben in die sonst recht ruhigen und entspannten Tiere. Kraftvoll zogen die drahtigen und muskulösen Rassehunde Herrchen oder Frauchen zur jeweiligen Wartebucht.

Maulkorb

Ausgestattet mit einem Maulkorb zum Selbstschutz sowie einer farbigen und nummerierten Renndecke ging es dann nach Nennung der Laufnummer in eine der sechs Startboxen. Während die Startampel noch auf Rot stand, näherte sich der sogenannte „Hase“. Und dann ging alles recht schnell. Beim Sprung der Ampel auf Grün, startete der Hase (mehrere an einem beweglichen Ausleger befestigte Flatterbänder) per Fernbedienung durch. Das Gitter der Hundeboxen öffnete sich und gab den Lauf auf die Sandrennstrecke frei. Elegant und kraftvoll preschten die Windhunde los.

Die Auswertungen der digitalen Zeitmessung lassen den Laien staunen. Je nach Rasse erreichten die Hunde Geschwindigkeiten von 43,6 Kilometer in der Stunde (italienische Windspiele) bis 62 Kilometer in der Stunde (Greyhounds). Die schnellsten Windhunde sind generell die kurzhaarigen Greyhounds. Sie wurden in früheren Zeiten für die Jagd verwendet. „Alle Windhunde, englisch auch Sighthounds genannt, sind Sichtjäger. Daher reagieren sie auch auf das duftlose Flatterband“, erklärt Karl-Heinz Schulz vom Windhunderennverein Münster.

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