Ärger um gestrichene Haltestelle Christoph-Bernhard-Graben
Hilferuf an den Oberbürgermeister

Münster-Mecklenbeck -

Marianne Schuster und etliche andere Mecklenbecker Senioren fordern, dass die Bushaltestelle „Christoph-Bernhard-Graben“ wieder von der Linie 10 angefahren wird. Das haben sie jetzt auch Markus Lewe geschrieben.

Mittwoch, 25.09.2019, 20:00 Uhr
Bleibt hartnäckig: Schon seit etlichen Monaten setzt sich die Mecklenbecker Seniorin Marianne Schuster (2.v.r.) dafür ein, dass die Haltestelle Christoph-Bernhard-Graben möglichst bald wieder von der Buslinie 10 angefahren wird. Etliche andere Senioren unterstützen ihr Anliegen. Foto: sch

Die Mecklenbeckerin Marianne Schuster – und mit ihr etliche andere Senioren aus der Nachbarschaft – lässt nicht locker: Sie setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass die Busse der Linie 10 so bald wie möglich wieder in ihrem Wohnquartier Station machen. Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hat die Seniorin jetzt zum wiederholten Male Kontakt zu Oberbürgermeister Markus Lewe aufgenommen.

Bereits seit etlichen Monaten machen sich Marianne Schuster und ihre Mitstreiter, wie berichtet, dafür stark, dass die aufgrund der neu eingerichteten Kleinbuslinie 20 gestrichene Linie-10-Haltestelle Christoph-Bernhard-Graben – und möglichst auch die Haltestelle St.-Anna-Kirche an der Straße Am Hof Hesselmann – wieder angefahren werden. Und das aus gutem Grund, wie sie Münsters Stadtoberhaupt in einem Brief mitteilt.

„Wir Anwohner des Christoph-Bernhard-Grabens mit angrenzenden Nebenstraßen haben Angst vor der dunklen Jahreszeit, weil wir als größtenteils ältere, oft gehbehinderte Bürger durch zum Teil unbewohntes und kaum beleuchtetes Gebiet gehen müssen, um den Bus am Dingbängerweg zu erreichen beziehungsweise von dort nach Hause zu gelangen“, schreibt die Seniorin Markus Lewe. Daran hätten die Verantwortlichen vermutlich nicht gedacht, als sie vor einigen Monaten die Route der Buslinie 10 in Mecklenbeck durch die Straße Am Hof Hesselmann geändert hätten.

Seit Mai dieses Jahres hätten betroffene Senioren sich schriftlich mit dem Problem an verschiedene Stadtwerke-Abteilungen, an die Verkehrsexperten der münsterischen SPD, CDU und Grünen gewandt, ohne auch nur einen Schritt weitergekommen zu sein: „Es kommen keine entsprechenden Rückmeldungen“, schreibt Marianne Schuster.

Das Beschwerdemanagement der Stadtwerke wiederum wiegele die berechtigten Forderungen der betroffenen Senioren mit Gegenargumenten ab. So werde auf die neue Kleinbuslinie 20 zwischen Albachten und Roxel verwiesen, die mit dem Anliegen jedoch absolut nichts zu tun habe: „Hier sind die Bürger des betroffenen Stadtteils einfach übergangen worden und sollen nun mit lapidaren Beschwichtigungen ruhig gestellt werden“, ärgert sich Marianne Schuster.

Nachdem OB Lewe ein Anfang Mai an ihn gerichtetes Schreiben offenbar gar nicht beachtet habe, so die Seniorin, bitte sie ihn nun erneut um Hilfe. Zumal sie erfahren habe, dass die Route der Buslinie 10 beim nächsten Fahrplanwechsel nicht geändert werden solle, diese somit auch weiterhin nicht am Christoph-Bernhard-Graben und an der St.-Anna-Kirche halten werde.

„Das Außerachtlassen der Berücksichtigung von zum Teil älteren und gehbehinderten Menschen in diesem Stadtteil entspricht nicht den hochgepriesenen Versprechungen einer bürgernahen Verkehrspolitik“, schreibt die Mecklenbeckerin dem münsterischen Oberbürgermeister. Eindringlich bittet sie ihn um Hilfe, um „mit den verantwortlichen Personen den gravierenden Missstand zum Wohle der betroffenen Bürger beziehungsweise zahlenden Fahrgäste schnellstmöglich zu beheben“.

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