Adventskonzert in der Martin-Luther-Kirche
Ein erhabenes Musikgefühl

Münster-Mecklenbeck -

Warum verlegt der Zahnarzt die Wurzelbehandlung auf die Zeit „nach den Feiertagen“? Warum kann auch der Installateur vorher nicht den defekten Wasserhahn reparieren? Und warum vermag es sogar die chemische Reinigung nicht, den Kaffeeflecken noch vor Weihnachten aus der Hose zu entfernen?

Sonntag, 09.12.2018, 19:18 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 11:48 Uhr
Weihnachtliche Klänge waren beim Adventskonzert in der Mecklenbecker Martin-Luther-Kirche zu hören. Foto: sn

Ephraim Kishon zeigte sich in seiner Weihnachtssatire verzweifelt-ironisch. Seine bissige Erzählung war am Freitagabend in der Martin-Luther-Kirche zu hören: Pfarrer Jan-Christoph Borries rezitierte den Schriftsteller. Immer wieder gab es beim diesjährigen Adventskonzert solch kurzweilige Wortbeiträge.

Doch auch Musik gab es, und das nicht zu knapp. „Alle machen heute mit“, freute sich Pfarrerin Dr. Friederike Barth . Sowohl der Kirchenchor unter der Leitung von Peter Heinrich, als auch der Posaunenchor, den Martin Rethfeld dirigierte, waren dabei. Bereits zu Anfang spielten beide gemeinsam: „Macht hoch die Tür“, erschallte es da in der Martin-Luther-Kirche. Ein erhabenes Musikgefühl.

Nicht nur die beiden Chöre sorgten für die richtigen Klänge: „Wir haben heute auch die Band ,Old Saints and Young Sinners‘ da“, erklärte Barth. Die vielen musikalischen Gruppen seien das Besondere an der Gemeinde. Bei besagter Band griff auch Pfarrer Borries zur Gitarre: „Mit Dir Maria singen wir“, erklang es da. An der Orgel spielte Angelika Mack. Es war ein buntes Potpourri, das die Mecklenbecker begeistern konnte. „Wir haben ein tolles Programm zusammengestellt“, betonte der Pfarrer.

Jeder kennt die Geschichte des Heiligen Nikolaus von Myra. „Es lohnt sich, auch noch eine andere anzuschauen“, meinte Barth. Sie las aus dem Kinderbuch „Der Nikolausstiefel“ von Wolfram Eicke. In der Geschichte trifft der Nikolaus im verschneiten Wald auf ein armes Kind, das nur einen Stiefel trägt. Da fackelt der Nikolaus nicht lange und schenkt ihm einen zweiten prallvoll mit Süßigkeiten gefüllten Stiefel. Und weil er die Freude im Gesicht entdeckt, beschenkt er von da an alle Kinder. Viel Freude schenkte auch dieser adventliche Abend. Und das noch vor Weihnachten.

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