„Ökologische Verbesserung des Canisiusgrabens“
Baustelle bis Mitte Dezember

Münster-Mecklenbeck -

So mancher, der öfters auf der Mecklenbecker Straße unterwegs ist, wird aufatmen: Die Arbeiten am Canisiusgraben-Projekt, die sich länger als geplant hingezogen haben, sollen bald beendet werden.

Donnerstag, 23.11.2017, 20:11 Uhr

Autofahrer und sonstige Verkehrsteilnehmer müssen sich noch gedulden: Erst Mitte Dezember soll die Langzeitbaustelle an der Mecklenbecker Straße komplett beseitigt und die Straße wieder instand gesetzt sein.
Autofahrer und sonstige Verkehrsteilnehmer müssen sich noch gedulden: Erst Mitte Dezember soll die Langzeitbaustelle an der Mecklenbecker Straße komplett beseitigt und die Straße wieder instand gesetzt sein. Foto: sch

Es gibt Bürger, die sich über die Langzeitbaustelle an der Mecklenbecker Straße gehörig ärgern. Die Rede ist vom Projekt „Ökologische Verbesserung des Canisiusgrabens“. Es wurde von der Stadt bereits zur Jahreswende in Angriff genommen und sollte eigentlich im Sommer beendet werden. Doch noch immer sind die Mitarbeiter der beauftragten Firma im Einsatz, was so manchen offenbar ordentlich nervt. Zumal der Verkehr die Baustelle nur einspurig und per Ampelregelung passieren kann.

Jetzt meldete sich ein verärgerter Münsteraner in der Redaktion unserer Zeitung. Er frage sich, warum die Arbeiten noch immer nicht über die Bühne seien. Darüber hinaus sei die Fahrbahndecke im Baustellenbereich „in einem extrem desolaten Zustand“. All das müsse geklärt werden.

Ludger Niehoff , Ansprechpartner des städtischen Tiefbauamts für Baustellen, macht keinen Hehl daraus, dass die Arbeiten an der Mecklenbecker Straße – anders als ursprünglich geplant – nach wie vor im Gange sind. Wie er darlegt, sollen sie jedoch Mitte Dezember, in der 50. Kalenderwoche, endgültig beendet sein. Dafür, dass es so lange dauere, gebe es Gründe.

Laut Niehoff trat im Zuge der Arbeiten am Canisiusgraben der Verdacht auf gefährliche Weltkriegshinterlassenschaften auf. Es sei eine Kampfmitteluntersuchung durchgeführt geworden, auf die gewartet werden musste. Sie sei von einer Spezialfirma im Auftrag der Bezirksregierung durchgeführt worden. „Glücklicherweise wurde nichts gefunden. Sonst hätte evakuiert werden müssen“, so der städtische Baustellen-Experte.

Weiterhin sei es im Bereich der Großbaustelle notwendig geworden, die Möglichkeit zur Querung der Mecklenbecker Straße zu optimieren. Die Überwege für Fußgänger und Radfahrer hätten besser gesichert werden müssen. In diesem Zusammenhang sei die Ampel neu programmiert worden, was ebenfalls Zeit gekostet habe. Zu allem Überfluss, so Niehoff weiter, habe es dann noch etliche Schlechtwettertage gegeben, die ebenso einigen Verzug beschert habe.

Das mit Kosten in Höhe von 885 000 Euro verbundene Öko-Projekt soll nicht nur dem im Unterlauf zuvor weitgehend verrohrten Canisiusgraben einen naturnahen Ausbau bescheren, sondern auch das benachbarte Wohngebiet vor Hochwasserschäden bei Starkregen schützen. In diesem Zusammenhang musste – wie berichtet – unter anderem auch die Mecklenbecker Straße unterquert werden, was Spuren hinterlassen hat. Diese sollen in Kürze beseitigt werden: „In der nächsten Woche erhält die Straße einen neuen Belag“, verspricht Ludger Niehoff. Auch der während der Bauzeit in Anspruch genommene Seitenweg nahe dem Aasee werde wieder zurückgebaut und passierbar gemacht.

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