Großeinsatz auf Autoverwerter-Areal in Roxel
Brandursache weiter ungeklärt

Münster-Roxel -

Nach wie vor gibt es keine Gewissheit darüber, wie es zum Großbrand auf dem Areal eines Autoverwerters in Roxel kam, bei dem rund 50 Schrottfahrzeuge in Flammen aufgingen. Die Polizei vermutet, dass Flex-Arbeiten zum Ausbruch des Feuers führten.

Dienstag, 08.09.2015, 00:09 Uhr

Abgefackelt: Alles, was an den Fahrzeugen Feuer fangen konnte, wurde beim Brand auf dem Gelände des Autoverwerters Opfer der Flamen. Außer Metall blieb nichts übrig.
Abgefackelt: Alles, was an den Fahrzeugen Feuer fangen konnte, wurde beim Brand auf dem Gelände des Autoverwerters Opfer der Flamen. Außer Metall blieb nichts übrig. Foto: sch

„Dazu werden wir jetzt nichts sagen!“ Gegenüber der Presse zeigte sich Piotr Nowak , Eigentümer des gleichnamigen Autoverwertungsbetriebs, am Montag recht zugeknöpft. Darüber, wie es am Samstagvormittag – wie berichtet – zum Großbrand auf seinem Gelände mit der Adresse Am Rohrbusch 47 gekommen war, wollte sich Nowak mit Verweis auf die polizeilichen Ermittlungen nicht äußern.

Rund 50 Schrottfahrzeuge sollen dort rasend schnell in Flammen aufgegangen sein. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten bei dem Großeinsatz alle Hände voll zu tun, um ein Ausbreiten auf benachbarte Gewerbebetriebe zu verhindern.

Feuer beim Schrotthändler am Rohrbusch

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  • XK3A5680 Foto: Oliver Werner
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  • Foto: Kay Böckling
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Gegen 11.27 Uhr wurde die münsterische Feuerwehrzentrale über den Brand auf Nowaks Gelände informiert. Sowohl der Autoverwerter als auch Nachbarn hatten die Einsatzzentrale alarmiert. Der Brand, den ein Mitarbeiter entdeckt habe, sei von nur einem Fahrzeug ausgegangen, sagt Nowak. Mehr war von ihm allerdings nicht zu erfahren.

Als erste Kräfte waren 25 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Roxel vor Ort. Verstärkung erhielten Löschzugführer Christian Kortmann und seine Mannen beim Einsatz dann kurze Zeit später von der Gievenbecker Wehr, der Berufsfeuerwehr und vom Löschzug Altstadt. Auch der Roxeler Versorgungszug rückte aus, denn immerhin dauerte es rund dreieinhalb Stunden, bis die Einsatzkräfte gegen 15 Uhr wieder abrücken konnten. 46 Wehrleute mit 16 Fahrzeugen waren nach Angaben der Berufsfeuerwehr an der Aktion, bei der Schaum als Löschmittel zum Einsatz kam, beteiligt. Ebenfalls präsent war die Rufbereitschaft des städtischen Öl- und Giftalarms.

Willkommene Hilfestellung erhielten die Einsatzkräfte vom benachbarten Gartenbaubetrieb Ahrens, der mit einem Radlader ausgebrannte Fahrzeuge beiseite räumte, sodass letzte Glutnester gelöscht werden konnten. Laut Junior-Chef Gerrit Ahrens war die durch den Brand verursachte Rauchwolke so groß, dass sie selbst in Gievenbeck beobachtet wurde.

Ermittler der Polizei untersuchten am Montag das Betriebsgelände, um der Brandursache auf die Spur zu kommen. Vertreter der unteren Bodenschutzbehörde, der Abfall- sowie der unteren Immissionsschutzbehörde nahmen das Areal im Hinblick auf Schadstoffe und Umweltbelange ebenfalls unter die Lupe.

Wenn die Ursache des Großfeuers ermittelt sei, werde das Amt für Grünflächen und Umweltschutz die Räumung des Geländes anordnen, damit ein Bodengutachter es auf Schadstoffbelastungen untersuchen könne, erläutert Immissionsschutzexperte Andreas Richter. Es könne durchaus der Fall sein, dass als Folge des Brands ein Teil des unbefestigten Freigeländes abgetragen und entsorgt werde müsse. Dies werde wahrscheinlich zumindest für den Oberboden notwendig sein. Ziel der Stadt sei es, möglichst zügig die Sanierung der Flächen anzuordnen.

Endgültige Gewissheit darüber, wie es zum Brand kam, dürfte es wohl erst in den nächsten Tagen geben: „Die Ermittlungen dauern an“, sagt Polizeisprecherin Antonia Linnenbrink. Vermutet werde, dass Flex-Arbeiten das Feuer entfacht hätten.

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