Bürgeranregung zur Salzmannstraße
Seitenstreifen war früher Radweg

Münster-Kinderhaus -

Schon 2008 gab es einen Bürgerantrag mit dem Ziel, die Salzmannstraße sicherer zu machen. Jetzt gibt es eine neue Anregung: Ihr Ziel: die Ausweisung des Seitenstreifens zwischen Helgolandweg und Ermlandweg als kombinierter Geh- und Radweg.

Freitag, 14.06.2019, 19:00 Uhr
Radfahrer und Fußgänger müssen auf die Straße ausweichen, der rechte Seitenstreifen ist zugeparkt. Nun gibt es einen Bürgerantrag, dort einen Geh- und Radweg auszuweisen. Foto: kaj

Die Situation auf der Salzmannstraße ist nach wie vor prekär: Der Seitenstreifen auf dem Stück zwischen Helgolandweg und Ermlandweg ist zugeparkt. Fahrradfahrer und Fußgänger müssten auf die Straße ausweichen, sodass es immer wieder zu äußerst gefährlichen Situationen komme, berichtet Christian Kieppe . Der Straßenabschnitt ist zudem eng.

Kieppe wohnt seit über 30 Jahren an der Salzmannstraße. Ihn wundert, dass es sich bei dem aktuell zugeparkten Randstreifen, laut Auskunft des Ordnungsamts , wie berichtet, um einen klassischen Seitenstreifen handeln soll, der nicht als Geh- und Radweg ausgewiesen sei. Seit Jahrzehnten sei dieser Straßenabschnitt als Fuß- und Radweg ausgewiesen gewesen. Er geht davon aus, dass „dieser Zustand nach Abschluss der Straßenbauarbeiten offensichtlich nicht wieder hergestellt worden ist“.

Christian Kieppe hat nun eine Bürgeranregung gestellt, die am kommenden Dienstag auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Nord steht. Kieppe beantragt, den Seitenstreifen zwischen Helgolandweg und Ermlandweg als kombinierten Geh- und Radweg auszuweisen. „Irgendetwas muss passieren“, sagt er. „So geht es nicht weiter.“ Zugeparkt wird übrigens nicht nur dieser Seitenstreifen, sondern auch der Bürgersteig in der Kurve Helgolandweg / Salzmannstraße, wie Anwohner berichten.

Bereits vor elf Jahren, im April 2008, hatten sich 62 Kinderhauser mit einem Bürgerantrag an die Bezirksvertretung Nord gewandt. Ihr Anliegen: mehr Sicherheit für die Salzmannstraße – zum Schutz der Anwohner und vor allem der Kinder und Schulkinder. Ab Bröderichweg gilt auf der Salzmannstraße Tempo 30 bis zum Ermlandweg. Die Salzmannstraße ist auch ein Schleichweg, um von der Grevener Straße aus über den Nienkamp Ampeln zu sparen.

Die Anwohner wollen nun zudem im Auge behalten, ob die Sperrung der Kanalstraße für zwei Jahre auch Auswirkungen auf die Salzmannstraße haben wird.

Die Kinderhauser hatten 2008 in ihrem Bürgerantrag Bodenwellen oder Aufpflasterungen vorgeschlagen, weitere Fahrbahnverengungen, Verkehrskontrollen zur Sicherstellung des Anliegerverkehrs sowie Geschwindigkeitskontrollen.

Die Verwaltung führte daraufhin 2008 Verkehrsmessungen durch, die ergaben, dass täglich rund 1000 Fahrzeuge die Salzmannstraße gleichmäßig in beide Richtungen verteilt befahren. Schwellen und Aufpflasterungen lehnte sie ab, da die Salzmannstraße eine attraktive Radwegeverbindung zwischen der Innenstadt und Kinderhaus sei. Aufpflasterungen und Schwellen seien für den Radverkehr unkomfortabel und gefährdend – und deshalb kritisch, hieß es seinerzeit. Es kam der Betonkegel in Höhe des lettischen Gymnasiums.

Der Verkehr auf der Salzmannstraße hat nach Einschätzung von Anwohnern inzwischen durch den Wohnungsneubau aber erheblich zugenommen.

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