Salzmannstraße mit Tücken für Fußgänger
Kein Platz für Fußgänger

Münster-Kinderhaus -

Für Fußgänger ist auf der Salzmannstraße nicht gesorgt – jedenfalls nicht zwischen Helgolandweg und Ermlandweg. Dort parken Autos auf dem Seitenstreifen. Fußgänger müssen auf die Straße ausweichen.

Mittwoch, 22.05.2019, 19:00 Uhr
Komplett zugeparkt ist der Seitenstreifen der Salzmannstraße zwischen Helgolandweg und Ermlandweg. Das ist erlaubt, heißt es. Fußgänger müssen auf die Straße ausweichen. Erst am Ende dieser Tempo-30-Zone stadteinwärts beginnt ein Geh- und Radweg. Foto: kaj

Die Salzmannstraße hat Tücken: Gibt es auf dem ersten Stück der Tempo-30-Zone ab Bröderichweg noch einen Bürgersteig, müssen Fußgänger ab Helgolandweg auf der Straße gehen. Dort gibt es zwar einen Seitenstreifen – aber der ist komplett zugeparkt und zwar durchgehend bis zum Ermlandweg. Das könne ja wohl nicht richtig sein, so die Einschätzung aus der Leserschaft unserer Zeitung.

Denn Spaziergängern, Müttern oder Vätern mit Kindern und Kinderwagen bleibt nichts anderes übrig, als auf der Straße zu laufen – und zwar das ganze lange Stück bis zum Abzweig zum Katharinenkloster. Erst ab dem Ermlandweg, dort endet auch diese Tempo-30-Zone, wird der schon vorher vorhandene, aber zugeparkte Seitenstreifen der Salzmannstraße als Geh- und Radweg ausgewiesen.

Die schlechte Nachricht ist: Auf dem Stück zwischen Helgolandweg und Ermlandweg darf geparkt werden. Denn es handelt um einen „klassischen Seitenstreifen, der nicht als Geh- und Radweg ausgewiesen ist“, erklärt Burkhard Pivl vom Ordnungsamt . Die Verkehrsüberwachung könne deshalb nicht eingreifen. Die Situation sei „ganz schwierig“, gibt er zu. Der weiße Streifen auf diesem Stück der Salzmannstraße trenne nur die Fahrbahn vom Randbereich ab. Aber einen Fuß- und Radweg gebe es dort nicht. Die Situation sei „wohl der Bausituation geschuldet“, vermutet Pivl. Das zugeparkte Straßenstück ist städtisches Eigentum.

Würde indes auf dem Stück ab Ermlandweg stadteinwärts geparkt, gäbe es eine Möglichkeit einzugreifen und zu verwarnen.

Die Situation an der Salzmannstraße ist nicht logisch: Denn der zugeparkte Seitenstreifen ist ebenso breit wie das direkt folgenden Seitenstreifenstück, das ab Ermlandweg als Geh- und Radweg ausgeschildert ist.

Diese ambivalente Straßensituation bietet sich ausgerechnet in einem Umfeld, in dem momentan nicht nur an der Salzmannstraße neue Wohnungen entstehen, sondern in weitaus größerem Rahmen auch an der Regina-Protmann-Straße. Dieses Neubauprojekt ist nur einen Katzensprung entfernt: Auf dem Vivawest-Grundstück an der Regina-Protmann-Straße entstehen momentan 161 Wohnungen auf einer Gesamtfläche von 14 500 Quadratmetern.

Insgesamt werden auf der Fläche 14 Gebäude sowie eine Kindertagesstätte neu gebaut.

Kommentar: Gefahr für Fußgänger

Ärgerlich und unlogisch: Fußgänger müssen alternativlos auf die Straße ausweichen, weil für sie kein Platz bleibt, aber die Autos dürfen auf dem Seitenstreifen der Salzmannstraße parken. Das kann es ja wohl nicht sein.Nicht immer gab es dort diese Parksituation. Es ist notwendig, die Situation auf der Salzmannstraße neu in den Blick zu nehmen. Gerade auch im Hinblick auf die Neubautätigkeiten in dem gesamten südlichen Bereich von Kinderhaus.Ein durchgehender Geh- und Radweg ist die logische Lösung. Es ist absolut nicht zu vermitteln, warum das ab Ermlandweg stadteinwärts möglich ist und vorher nicht.Neue Situationen erfordern neue Entscheidungen.

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