Kreatives Quartett
Lebendige Ausstellung eines kreativen Quartetts

Münster-Kinderhaus -

Atelier und Garten von Ulla lütke Jüdefeld bot die Kulisse für eine vielseitige Ausstellung eines kreativen Quartetts.

Montag, 20.05.2019, 19:00 Uhr
Im Garten und im Atelier der Kunstglaserin Ulla lütke Jüdefeld (l.) stellten Ulla Brüske (2.v.l.), Heidi Seemann und Werner Keppler aus. Foto: rkr

Am Eingang zum Garten der Glaskunstwerkstatt Ulla lütke Jüdefeld steht ein Baum, und an dem Baum klettern riesige Spinnen und Insekten hoch, im Garten tummeln sich exotische Tiere – ein Nashorn, ein Strauß, ein Storch und viele mehr.

Schöpferin dieser Skulpturen aus Schrott ist Ulla Brüske. Früher hat sie viel gemalt, doch dann packte sie die Lust auf Neues. Sie machte einen Schweißkursus für Frauen. Sie zog über die Schrottplätze und ließ die Blicke schweifen. Wenn sie ein Teil fand, das sie inspirierte, dann nahm sie es mit. „Die kreative Arbeit findet vor dem Schweißen statt“, sagt die Künstlerin. „Ich habe jetzt alles gebaut, was ich machen wollte, demnächst höre ich auf. Eine große Skulptur für unseren Garten will ich noch machen, dann will ich vor allem durch die Welt reisen mit meinem Mann.“

Ulla lütke Jüdefeld hat das Glaskunstwerk von ihrem Mann gelernt. „Nach sechs Jahren fragte er mich, ob ich ihn heiraten will, und ich habe ja gesagt.“ Zusammen haben sie viele Kirchenfenster gestaltet, auch in der Markus-Kirche am Idenbrockplatz. 2001 kamen sie nach Kinderhaus und richteten eine Glaskunstwerkstatt ein. Nach dem Tod ihres Mannes wandte sich die Künstlerin den kleineren Kunstformen zu: Schalen, Lampen, Gläser, Fensterschmuck.

Werner Keppler malt seit 1997 in seiner Freizeit Bilder mit Acryl-Farben. Der gelernte Koch ist Autodidakt in Sachen Kunst. Malen und Kochen in der Toskana sind sein Wunschtraum, den er sich auch schon mal erfüllt hat. Italienische Landschaften, das Meer mit Segelbooten und Frauen-Akte sind seine Bildthemen.

Heidi Seemann ist in München aufgewachsen, bevor es sie nach Aachen und Münster verschlug. In Aachen hatte sie eine mobile Puppenbühne, in Münster führte sie eine Zeit lang den Nobis-Krug. Jetzt zeichnet sie seelenvolle Hundeporträts, und demnächst macht sie vielleicht etwas ganz anderes. Sie fühle sich in Münster sehr wohl, die Stadt sei so überschaubar und lebenswert. Nur die Kommunikation in Geschäften und Wirtshäusern gehe in München leichter von der Zunge, meinte sie, da sei der Westfale anders als der Bayer.

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