Wuddi-Zentrum im Bürgerhaus Kinderhaus
Es läuft wieder im Wuddi

Münster-Kinderhaus -

Eine frische Optik bestimmt das Kinder- und Jugendzentrum drei Jahre nach der Unwetter-Katastrophe. Leiter Dieter Schmitz freut sich über die gelungenen Instandsetzungsarbeiten.

Dienstag, 26.12.2017, 19:12 Uhr

Das Wuddi im Bürgerhaus wurde im letzten Bauabschnitt wieder hergestellt. Es ist viel heller geworden und hat eine frische Optik. Über die neuen Räume freut sich Leiter Dieter Schmitz sehr.                          
Das Wuddi im Bürgerhaus wurde im letzten Bauabschnitt wieder hergestellt. Es ist viel heller geworden und hat eine frische Optik. Über die neuen Räume freut sich Leiter Dieter Schmitz sehr.                           Foto: cro

Von den Spuren des verheerenden Unwetters ist nichts mehr zu sehen. Und das hat viel Arbeit gekostet. Denn auch die Räume des Wuddis in der unteren Etage des Bürgerhauses wurden von dem Starkregen im Juli 2014 nicht verschont. Bis heute dauert es, die Schäden zu beseitigen.

Wuddi-Leiter Dieter Schmitz erinnert sich noch gut an die Zeit, auch wenn er in der Nacht nicht in Münster war. „Ich hatte Urlaub, war in Österreich.” Er sei dann natürlich sofort zurück geeilt, aber erst am Abend des ersten Abpumpens in Kinderhaus angekommen: „Das Wuddi stand 1,80 Meter unter Wasser, Möbel schwammen im Café umher.“

Am nächsten Morgen begannen die Aufräumarbeit – und das ganze Ausmaß der Schäden wurde sichtbar. „Ich habe die Kollegen zusammengetrommelt, wir haben Schlamm geschaufelt und versucht zu retten, was noch zu retten war.” Das sei im Nachhinein allerdings vollkommen überflüssig gewesen. „Wir durften gar nichts behalten, da haben uns die Hygiene-Experten einen Strich durch die Rechnung gemacht.” Denn man könne nicht wissen, ob schmutziges Wasser eingedrungen sei. „Also wurde kurzerhand alles entsorgt.”

Doch damit begann die Arbeit erst: Denn nach drei oder vier Tagen kam der Schimmel, noch mehr musste raus. „Der Putz von den Wänden, die Decken, die Böden, sogar die Versorgungsleitungen”, so Schmitz. Da war auch schon klar, dass es ein Traum war, bereits nach einem halben Jahr wieder zu öffnen. „Am Ende stand nur noch der Rohbau”, erinnert sich der Sozialarbeiter.

„Wir hatten allerdings das Glück, dass die obere Etage eigentlich keinen Schaden erlitten hatte.” So konnte zumindest mit Einschränkungen der Betrieb weiter gehen. Außerdem mietete das Wuddi Räume im Zentrum an.

Nach der Entkernung begann der Wiederaufbau: „Vom Schnitt her sind wir nahezu identisch geblieben”, so Schmitz. Allerdings sei alles neu gemacht worden. „Wir sind nun auf dem höchsten Stand der Sicherheits- und Hygienevorschriften, außerdem barrierefrei”, erklärt er. Zudem sei eine neue Elektroausstattung angeschafft worden. „Wir haben beispielsweise eine Leinwand, auf der die Jugendlichen zocken können oder einen Beamer unter der Decke.”

Seit Juni werden die Räume mit der neuen Theke nun genutzt, auch wenn sich noch immer Handwerker die Klinke in die Hand geben. „Noch sind nicht alle Angebote wieder da. Wir überarbeiten gerade unser Programm.” Dafür seien momentan auch die Jugendlichen gefragt. „Wir haben beispielsweise aber auch Fußballübertragungen, zu denen die Erwachsenen ebenfalls eingeladen sind.”

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