„Rechtzeitig vorsorgen. Älter werden in Hiltrup“
Besser agieren als reagieren

Münster-Hiltrup -

Es gibt Dinge, die schiebt jeder nur allzu gerne auf. Man drückt sich, bis es nicht mehr geht – und es womöglich zu spät ist. Die rechtzeitige Vorsorge für das Alter gehört dazu. Um dem zu begegnen und Informationen zu bündeln, bieten vier Hiltruper Akteure einen Vortragsabend an.

Mittwoch, 09.10.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 17:20 Uhr
Älter werden in Hiltrup: Auf die rechtzeitige Vorsorge wollen Rechtsanwalt Jan Kaven (Kanzlei Kaven–Voß–Moorkamp–Bergkeller), Birgit Volbracht (Meyer-Suhrheinrich-Stiftung), Vera Schäfer und Holger Kockmeyer (beide Altenhilfe-Zentrum St. Clemens) sowie der Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses Leopold Lauenstein (v.l.n.r.) am 4. November hinweisen. Foto: gro

Es gibt Dinge, die schiebt jeder nur allzu gerne auf. Man drückt sich, bis es nicht mehr geht – und es womöglich zu spät ist. Die rechtzeitige Vorsorge für das Alter gehört dazu. „Die meisten handeln viel zu spät“, weiß Michael Heeke , der Geschäftsführer des Altenhilfe-Zentrums St. Clemens aus Erfahrung. „Häufig fangen wir bei Null an, wenn es um Themen wie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung geht, oder um die Finanzierung eines Pflegeplatzes und das Stellen der notwendigen Anträge.“

Vier Hiltruper Akteure, alle wohlbekannt als ortsansässige Einrichtungen oder Unternehmen, laden daher zu einer Informationsveranstaltung im Kulturbahnhof ein. „Was muss man tun“, so umschreibt Rechtsanwalt Jan Kaven die Grundidee der Veranstaltung mit einer Frage, „um rechtzeitig vorzusorgen?“ Er fügt hinzu: „Wir wollen informieren und sensibilisieren.“

Und genau das soll in gebündelter Form passieren. Vier Partner, das Altenhilfe-Zentrum St. Clemens und die Meyer-Suhrheinrich-Stiftung das Herz-Jesu-Krankenhaus sowie die Rechtsanwaltskanzlei Kaven–Voß–Moorkamp–Bergkeller bringen beim Vortragsabend am 4. November im Kulturbahnhof ihre Kompetenzen ein, um möglichst viele Fragen beantworten zu können, die in der Praxis auf den Tisch kommen – beispielsweise wenn nach der Krankenhausentlassung kurzfristige der Übergang in ein Altenheim erforderlich wird.

Bei juristischen Fragen fällt vielen bereits die Unterscheidung zwischen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung schwer, sagt Notarin Maike Bergkeller. Während eine Vorsorgevollmacht die Frage kläre, „wer sich um meine Dinge kümmert, wenn ich sie selbst nicht mehr klären kann“, gleiche die Patientenverfügung einem vorweggenommenen Behandlungswunsch. Beides Mal geht um rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben. Viele Dinge lassen sich auch auf „dem kleinen Weg innerhalb der Familie regeln“, erklärt Birgit Volbracht von der Meyer-Suhrheinrich-Stiftung. Christian Kloster, ebenfalls von der Stiftung, ergänzt: „Es ist besser zu agieren als zu reagieren.“

Drei knackige Kurzreferate, die nicht länger als 30 Minuten dauern, beleuchten Aspekte der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Zudem geht es um Palliativmedizin sowie Formen der ambulanten und stationären Pflege. Anschließend und zwischendurch gibt es viel Raum für Diskussion und Fragen – auch an den Infoständen aller vier beteiligten Einrichtungen und Unternehmen. Die Veranstaltung ist barrierefrei, das heißt: es ist keine Anmeldung notwendig, und Kosten fallen ebenfalls nicht an. Beginn des Vortragsabends „Rechtzeitig vorsorgen. Älter werden in Hiltrup“ im Kulturbahnhof ist am 4. November um 17.30 Uhr.

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