Moonlightshopping
Trotz Regens keine schlechte Bilanz

Münster-Hiltrup -

Kräftig war der Regen, bis Petrus ein Einsehen hatte und es trocken blieb. Die Bilanz fiel unterschiedlich aus an den vielen Station an der Marktallee.

Mittwoch, 09.10.2019, 12:30 Uhr
Manche Läden hatten sich noch befreundete Unterstützer organisiert: Jennifer Beuse, Kauffrau für Uhren und Schmuck, mit Inhaberin Gabriele Raring und Marilena Pletzer. Foto: Andreas Hasenkamp

„Normalerweise wären Sie um diese Zeit gar nicht mehr hereingekommen“, sagt Gabriele Raring zwischen Uhren und Schmuck und erinnert sich an gutes Wetter bei fast allen früheren Moonlight-Shopping-Events. Gerade lässt sich ein Familien-Trio wegen eines Uhren-Armbands beraten, und weil Zeit ist, spricht man auch über Haariges, animiert von einem Gläschen Sekt.

Mehr als bei normalen Öffnungszeiten seien Paare unterwegs, war auch Rarings Beobachtung. Im Schuhladen war es kurz nach zehn noch so voll wie kurz nach 20 Uhr. „Normalerweise“ sei der Laden voll, sagt Birgit Beckmann . Weitgehend ausgeblieben seien allerdings an diesem Abend die kleinen Damenclubs.

Beim Eisladen gibt’s Warmes, draußen und drinnen amüsiert man sich gut. Das Lachen nimmt man mit durch den allmählich nachlassenden Regen. Nicht nur Geschäfte, teils von Ketten, haben geöffnet, auch der Infopunkt. Bis nach draußen unter dem Pavillon-Zelt hätten Neugierige gestanden bei der Dessous-Modenschau mit Models aus der eigenen Kundschaft, von 19 bis 84, sagt Britta Hinkämper.

Akkordeon-Klang lockt zur Cut-Lounge von Yasemin Kuskondu, dort spielte für einen guten Zweck, die Aktion Lichtblicke, Eckard Lotto. Für die Klänge hält gern der Prinzipalmarkt-Express an, sie sind auch vor der Kasse der Buchhandlung zu vernehmen, wo Sabine Jakobs von gutem Verkauf berichtet. Sie hätten aber keine Nachfrage nach Büchern über Regentänze oder nach regenfesten Büchern gehabt, sagt sie. Es war „weniger los, aber mehr, als ich dachte. Wir hatten einiges zu tun“.

Einige Familien inklusive Großeltern seien gekommen, mehr Männer. Vor „Momento „verabschiedet sich zu vorgerückter Stunde ein Damen-Trio, um sich eventuell bald wieder zu treffen: aber nicht, „wenn es so plästert wie heute“ – aber beim Moonlight Shopping waren sie dennoch.

Bei Hüttmann ist spät noch Bewegung; Matthias Kniesels Wertung des Abends überrascht: „Es ist richtig gut gelaufen“. Nicht nur beim Verkauf von kuscheligen Pullovern, dank der Witterung, auch beim Besuch, bei Canapés und selbstgebackenem Knäckebrot.

Von vielen Besuchern habe er gehört, dass sie den Einsatz der Kaufmannschaft für Aktionen anerkennen würden – so kämen sie dem Regen zum Trotz. Auch hier waren häufig Familien unterwegs, erzählt Kniesel in guter Laune, die Männer kämen zu dieser Zeit mit, Familien mit Kindern. Vom Oldtimer vor seiner Tür – ein weißer Mercedes SE 250 – weist er auf die andere Straßenseite, wo neben Metzger Büning ein Oldtimer steht: ein VW Bulli. Der war schon in England und am Garda-See, kann man dort am Stand der Oktanauten erfahren, einem Club von Oldtimer-Begeisterten.

Die waren beim Weinfest aufgetaucht und der Wirtschaftsverbund hatte gleich mal gefragt, ob sie Flagge zeigen könnten beim Moonlight Shopping.

Schlicht und schön schimmern die Fahrzeuge, das gilt auch für den Altarraum der Kirche St. Clemens. Eine ganze Reihe Menschen nutzt die Ruhe, bei Kerzenschein Gedanken auf Tafeln zu hinterlassen, zu der Frage, was „in dunklen Zeiten“ trägt und was „mein Leben hell“ macht?

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